Bergmannslieder von einer Bergmannskapelle gespielt.
 



Festtagslied der Bergleute.

Glückauf ihr Bergleut jung und alt.

seid froh und wohlgemut.
Erhebet eure Stimme laut,
es wird schon werden gut.
Gott hat uns einst die Gnad' gegeb'n,
daß wir vom edlen Bergwerk leb'n,
drum singt mit uns der ganze Hauf:
Glückauf, Glückauf, Glückauf. 


Glückauf! Dem Steiger sei's gebracht,
sein Anbruch werde schön,
daß er den Ober'n Freude macht,
die es recht gerne seh'n,
wenn man ihn'n schöne Erze zeigt,
an Silber und an Bleien reich,
dann singt mit ihm der ganze Hauf:
Glückauf, Glückauf, Glückauf.


Auch preist das werteste Bemüh'n
von uns'rer Obrigkeit,
die für uns sorgt-und fernerhin
zu sorgen ist bereit. 
Drum tu' ein jeder seinen Fleiß,
und kostet es auch Müh' und Schweiß,
zu suchen neue Gänge auf:
Glückauf, Glückauf, Glückauf."



Oberharzer-Bergleute:
Lied der Bergleute

Es grüne die Tanne, es wachse das Erz,
Gott schenke uns allen ein fröhliches Herz!
|:so tönt's aus den Schluchten des Harzes heraus
Von jeglichem Berge, aus jeglichem Haus :|.

Und was man sich wünschet,gefunden wird's hier:
Schlank stehen die Tannen,im grünen Revier,
|:und unter den Bergen aus Felsengestein,
da gräbt man die Erze in blitzigem Schein:|.

Der Frohsinn begleitet im Forste und Schacht
hier jeden Bewohner bei Tag und bei Nacht,
|:daheim bei den Seinen im traulichen Kreis,
beim Schießen und Singen um Ehre und Preis:|.

Drum hört man den Wahlspruch früh morgens und spat,
tief unten und oben, auf jeglichem Pfad:
|:"Es grüne die Tanne, es wachse das Erz,
Gott schenke uns allen ein fröhliches Herz!:|"




Das bekannteste Lied der Bergleute.

Wacht auf, wacht auf, der Steiger kommt.
|: Und er hat sein helles Licht bei der Nacht, :|
|: schon angezündt’ :|

Schon angezündt’! Das gibt ein Schein,
|: und damit so fahren wir bei der Nacht, :|
|: ins Bergwerk ein :|

Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut’ sein,
|: die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht, :|
|: aus Felsgestein :|

Der Eine gräbt das Silber, der and're gräbt das Gold,
|: doch dem schwarzbraunen Mägdelein, bei der Nacht, :|
|: sein alle hold :|

Ade, nun ade! Lieb’ Schätzelein!
|: Und da drunten in dem tiefen finst’ren Schacht, bei der Nacht, :|
|: da denk’ ich dein :|

Und kehr ich heim, zum Schätzelein,
|: dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht, :|
|: Glück auf, Glück auf! :|

Die Bergmann’s Leut sein’s kreuzbrave Leut,
|: denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht :|
|: und saufen Schnaps :|

Die Kaufleut seins auch brave Leut,
|:denn sie tragen gar kein Leder und bescheißen mit der Feder:|
|:und saufen auch:|




Bergmannsblut hat frohen Mut.


Wenn schwarze Kittel scharenweis' hin nach der Grube zieh'n,
so höret Ihr bei Hitz' und Eis nur frohe Melodien.
Bergmanns - Bergmannsblut hat frischen Mut; Bergmanns - Bergmannsblut hat frischen Mut!
Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf!

Und eh' der schwarze Kittelmann hinab zum Schachte fährt,
stimmt er ein frommes Lied erst an, das seinen Herrgott ehrt.
Bergmanns - Bergmannsblut hat frommen Mut; Bergmanns - Bergmannsblut hat frommen Mut!
Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf!

Und ist die saure Schicht vollbracht, schaut er nach Weib und Kind,
sagt seinem Kamrad gute Nacht und eilt nach Haus geschwind.
Bergmanns - Bergmannsblut hat Lieb und Mut; Bergmanns - Bergmannsblut hat Lieb und Mut!
Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf!



Tarnowitzer Fahrtlied.


Schon wieder tönt vom Schachte her des Glöckleins dumpfes Schallen;
Lasst eilen uns, nicht säumen mehr, zum Schachte lasst uns wallen.
Drum Liebchen gieb den letzten Kuss, lass scheiden uns vom Hochgenuss.
Das ist des Schicksals Lauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf.

Bald fahren wir mit heit'rem Sinn die steile Fahrt hernieder.
Ein Jeder eilt zur Arbeit hin, und Alles regt sich wieder.
Man hört des Pulvers Donnerknall,
des Schlägels und des Eisens Schall,
der Hunte Räderlauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf.

Und sollte einst in ew'ger Nacht mein letztes Stündlein schlagen,
so steh' ich ja in Gottes Macht, der hilft mir Alles tragen.
Drum trautes Liebchen weine nicht, den Tod nicht scheu'n ist Bergmanns Pflicht.
Wir fahren zum Himmel hinauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf.


 

Schlesisches Bergmannslied.
(ohne Musik)

Der Mensch soll nicht stolz sein auf Gut und auf Geld:
es lenkt halt verschieden das Schicksal die Welt.
Dem Einen hat's Geben, die Gold'nen bescheert,
ein Anderer muss graben tief unter der Erd'.
Ein Anderer muss graben tief unter der Erd'

Der Mensch soll nicht denken, ein And'rer wär z' schlecht,
vom Himmel hat Jeder das nämliche Recht;
Das Schicksal lässt wandern den Ein'n hochgeehrt
und führt auch den Andern tief unter die Erd'.
Und führt auch den Andern tief unter die Erd'.

Der Mensch soll nicht hassen, zu kurz ist das Leben!
Er soll, wenn er krängt wird , von Herzen vergeb'n;
wie viel ha'n hernieden den Krieg sich erklärt,
und jetzt machen's Frieden tief unter der Erd'
Und jetzt machen's Frieden tief unter der Erd'.

Der Mensch soll nicht lieben, wenn's Ernst ihm nicht ist,
gar schwer ist zu heilen , was Liebesgram frisst.
Wie Mancher hat gebrochen ein Herz, lieb und wert,
das endlich erst Ruh' fand tief unter der Erd'
Das endlich erst Ruh' fand tief unter der Erd'




(ohne Musik)

 
 

 


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