noch "Holländischer Zeidecker 1665 nach WINTER"

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Identifizierung.


Nach übereinstimmender Beurteilung durch Historiker handelte es
sich zweifelsfrei um ein Werftmodell niederländischer Herkunft.
Erstellt wurde es wahrscheinlich  Mai 1664 im Auftrag der
Amsterdamer Admiralität.
Es verkörperte die niederländische Schiffsbaugeschichte des
17.Jahrhunderts. Bei diesem Modell war die damalige Technik bei
genauester Innehaltung aller Verhältnisse und damit auch der
Harmonie aller Linien absolut zuverlässig dargestellt.
Als gleichwertiges niederländisches Werftmodell um 1650 existiert
nur noch die 1913 wieder aufgefundene und teilweise restaurierte
"HOLLANDIA".

( tHOOFT 1908, CRONE 1913, KÜSTER 1920, Chr.VOIGT 1922,
  WINTER 1937, van WOERDEN 1971 )



Die Außergewöhnlichkeit des Modells wird auch durch die Tatsache
unterstrichen, daß es von den Niederländern zweimal zu Ausstellungen
aus Berlin ausgeliehen worden ist. Die Niederländer wollten es auch
gerne ankaufen, obwohl sie in Sammlungen und Museen viele
Schiffsmodelle besitzen.
Auf der 300Jahresfeier der Gründung von Neu-Amsterdam (New York)
durch HUDSON wurde der "HZ" in Amsterdam ausgestellt.

Die "ENTOS" = erste Niederländische Marine Ausstellung in Amsterdam
zeigte als "Glanzstück" unter vielen Schiffmodellen den "HZ". Das Modell
wurde bei dieser Ausleihung mit der für die damalige Zeit bemerkenswerten
Summe von 100.000 Goldmark versichert.

(Museumsakten Berlin 1910, CRONE 1913, WINTER 1937,
  Zeitschrift "SCHIFFBAU" 1909, 1913, 1925)




                                                                                                   
                              
                                                                                                

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