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Der Bergbau in künstlerischen Darstellungen.
 


Ein modernes "Buckelbergwerk"
über ein historisches Kalibergwerk um 1919.


Links zu:

*** Allgemeines zu den historischen Kalibergwerken um 1900.

*** Exkurs zu historischen "Buckelbergwerken".

*** vergrößerte Bildausschnitte des " Kali-Buckelbergwerkes von 1919" .

*** Vergleichsdarstellung des ersten modernen Kalibergwerkes von 1950.

*** Exkurs zu schönen Salzmineralen.



Allgemeines.

 



Zu den
charakteristischen Beispielen der volkstümlichen bergmännischen Kunst zählen die
"Buckelbergwerke" mit denen Bergleute auf Jahrmärkten über ihre Arbeitswelt informierten.


Wie ein modernes "Buckelbergwerk" mutet dieses Diorama über ein historisches Kaliwerk an.
Es wurde wahrscheinlich um 1919 von den Lehrmittel-Werkstätten FRIEDHOFF & SCHAEFFER
nach Vorgaben der Wissenschaftlichen Abteilung des DEUTSCHEN KALISYNDIKATS BERLIN
hergestellt als Lehrmittel der bergmännischen Berufsausbildung.
Es hat die Abmessungen 0,80 Meter Breite, 1,00 Meter Höhe, 3 Centimeter Dicke und ist verglast.

Im oberen Bildteil sind die technischen Einrichtungen der Übertageanlagen detailliert gezeichnet
und benummert.
Darunter ist die steilstehende Flanke eines Salzdomes im Querschnitt nachgebildet.
Dazu wurden für die Darstellung der Erdformationen und des Salzgebirges natürliche
Materialien und Salzgesteine verwendet. Die Erstreckungen der einzelnen Ablagerungen
sind im Interesse der Anschaulichkeit bedeutend verkürzt im Verhältnis zu den dargestellten
Mächtigkeiten der Grubenbaue und Bergemühlen.
Alle Grubenbaue sind als Hohlräume in die Salzgesteine eingeritzt.
Die detailliert dargestellten Grubenbaue, die Abbaumethoden, maschinellen Einrichtungen
sind benummert. Alle Benummerungen des Diorama werden im unteren Bildteil erläutert.

Im dargestelltem Bergwerk wurde, wie um 1900 auf 200 Kalischächten üblich, Carnallit zur Kaligewinnung
im Heißlöseverfahren, und Jüngeres Steinsalz als Speise- und Industriesalz abgebaut.
Kainit wurde als Rohsalz unbearbeitet zur Düngung verwendet.
Das Ältere Steinsalz wurde abgebaut um damit die leergeförderten Grubenräume wieder zu verfüllen.

Die ersten Kali-Bergwerke der Welt "von Manteuffel" und "von der Heydt" entstanden 1861 in
Deutschland im Staßfurter Kalirevier
.

Zusammen mit den Werken des Herzogtums Anhalt leistete das Staßfurter Revier 20 Jahre lang
mit 29.000 Tonnen K
2O pro Jahr die gesamte Kaliförderung der Welt.
Heute werden weltweit (Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien, USA, ehemalige Sowjetunion, Kanada)
32.000.000 Tonnen K
2
O pro Jahr produziert.
Ab 2004 erstellt Deutschland mit nur noch 6 Kalibergwerken ( Sigmundshall, Zielitz, Wintershall,
Unterbreizbach, Hattorf, Neuhof-Ellers) 3.600.000 Tonnen K2O pro Jahr = 12% der Weltproduktion.

Sigmundshall ist mit 1.450 Metern das tiefste deutsche Kalibergwerk.

In Deutschland wurden und
werden Hohlräume in ausgebeuteten oder stillgelegten
Kali- und Steinsalz-Bergwerken auf vielfältige Weise genutzt als:

*** unterirdische Rüstungsbetriebe,

*** Munitionsfabriken,

*** Hähnchen-Mastbetriebe,

*** Deponien für Kunstwerke,

*** Deponien für Gold und Devisenbestände,

*** Deponien für gefährliche Abfallstoffe,Laugen,

*** Deponien für trockene Abfälle z.B. Asche aus Verbrennungsanlagen,

*** Deponien für schwachstrahlenden Atommüll (Morsleben, Asse)

*** ein neues Salz-Bergwerk wird ausschließlich als geplantes
Atommüll-Endlager für hochradioaktiven Müll in Gorleben aufgefahren.



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Exkurs zum "Buckelbergwerk:

Der Zinnguß zeigt einen Berginvaliden, der mit einem "Buckelbergwerk"
Veranstaltungen wie Jahrmärkte besuchte.
Er wollte mit der funktionsgetreuen verkleinerten Nachbildung eines Bergwerkes
mit mechanischer Beweglichkeit der Einrichtungen und Figuren die bergmännische
Arbeitsswelt als emotional bewegende Information verbreiten.

Diese eigengefertigten bergmännischen Schnitzereien wiesen einen starken Hang
zur technischen Bastelei und Mechanisierung auf und weckten nicht zuletzt
durch treffende Gesellschaftskritik (Tod oder Invalidität durch Unfälle, Kinderarbeit)
die Neugierde und Freigiebigkeit der staunenden Bevölkerung.




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  detailierte Beschreibung des"Kalibergwerkes um 1919" durch vergrößerte Bildausschnitte.
 
  Bildausschnitt Tagesanlagen:

1 = Salzschuppen mit Kratzer und Abwerfwagen
2 = Förderturm Wetterschacht
3
= Grubenventilator
4 = Verladestation mit Waggonschnecke
5
= Staubkammer
6 =
Cyklon
7 = Trockentrommel
8 =
Trockenstation
9 = Deckstation
10 = Lösehaus
11 = Kühlturm
12
= Vakuumkühlung
13 = Klärapparat
14
= Löseapparat
15
= Löselaugesammelkasten
16
= Löselaugenvorwärmer
17
= Wipper (Förderwagenentleerer)
18 = Elevator
19
= Siebanlage

20 = Schlagkreuzmühle
21 = mechanischer Förderwagenumlauf
22 = Förderturm Förderschacht

23 = Elektrische Zentrale
24 = Elektrische Fördermaschine
25 = Kesselhaus
26 = Saugkanal zum Grubenventilator




   
 


Bildausschnitt von der Tagesoberfläche bis zur ersten Bausohle:


a = Alluvium
b = Diluvium
c = Buntsandstein mit rohen Steinbänken
d = Trümmergips
CaSO4 . 2H2O
e = Anhydrit
CaSO4



26 = Saugkanal zum Grubenventilator
27 = ausziehender Wetterschacht
(als zweiter Schacht gesetzlich vorgeschrieben -
deshalb "Polizeischacht" genannt)
28 = Förder- und Seilfahrtsschacht
29 = erste Bausohle auf 350 Meter. Bis zu diesr Teufe sind beide Schächte mit
gußeisernen Tübbingen wasserdicht ausgegebaut, darunter sind beide Schächte
zur besseren Standfestigkeit mit Ziegelsteinen ausgemauert.


 
 



 

  Bildausschnitt von der ersten bis zur vierten Bausohle:
 
f = Jüngeres Steinsalz NaCl
k = Kainit
KMgClSO4 .
2,75 H2O
n = Versatzstelle mit Älteren Steinsalz verfüllt.
= Die Schacht-Füllörter der 5 Bausohlen und ihre
Durchörterungen des Grauen Salztones (g) sind mit
Ziegelsteinen ausgemauert (Standfestigkeit).



35 = Streckenvortrieb mit Elektrobohrer
37 = Carnallit- Firstenabbau
38 = Steinsalz-Firstenabbau
39 = Bergemühle (Versatzgewinnung)
40 = Förderrolloch von der 1. zur 2. Sohle
41 = Rollochförderung
42 = Förderhaspel für den Bremsschacht
43 = Bremsschacht (Blindschacht)
 



 
  Bildausschnitt von der vierten bis zur fünften Bausohle 750 Meter:
 
g = Grauer Salzton. Seine Durchörterungen
sind mit Ziegelsteinen ausgemauert (Standfestigkeit).
i = Sylvinit blau
KCl+NaCl (K2O-Gehalt 12-25%)
m = Älteres Steinsalz mit Anhydritschnüren
n = Versatzstellen mit Älteren Steinsalz verfüllt
l = Carnallit
KMgCl3 . 6H2O (K2O-Gehalt 10-12%)
h = Hartsalz
KCl+NaCl+MgSO4 . H2O ( K2O-Gehalt 12-15%)
34 = Pumpenanlage
35 = Streckenvortriebe
36 = Pumpensümpfe
37 = Firstenabbau im Carnallit
  Ende der Bildbeschreibung Kali-Buckelbergwerk von 1900


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Vergleichsdarstellung:

"Das erste moderne Kalibergwerk Königshall-Hindenburg
um 1950 mit neuen Abbaumethoden und neuer Technik"

Auch hier wird eine steilstehende Flanke der Salzlagerstätte abgebaut.

Es wird nur noch Sylvinit KCl+NaCl (K2O-Gehalt 12-25%) und Hartsalz KCl+NaCl+MgSO4 . H2O ( K2O-Gehalt 12-19%) abgebaut.


Der leere Abbauraum wird mit Spülversatz verfüllt ( dazu wird Fabrikrückstand aus dem Heißlöseverfahren
wird mit gesättigter Lauge in Rohrleitungen transportiert).

Die modernen Gewinnungsgeräte wie Schräm-, Bohr-, Lade-, Pendeltransportmascinen werden mittels Schrägaufzug zwischen
den einzelnen Teilsohlen nach Bedarf umgesetzt. Auch die Personen- und Materialbeförderung findet im Schrägaufzug statt.

Die Salzabförderung erfolgt über Rollöcher (Fallschächte) in Großraumförderwagen, die auf Gleisen durch Elektroloks zum
Förderschacht gefahren werden.


Im Förderschacht wird das Salz statt in kleinen Förderwagen in großen Skipgefässen z
u Tage gefördert

Die hier geschilderte Abbaumethode ist heute, nach weiteren 50 Jahren, nur verfeinert worden.

Statt der gewaltigen Schrägaufzüge werden für den Transport der Maschinen
und den Kraftfahrzeugverkehr für Material-, und Mannschaftstransport neben der abzubauenden
Lagerstätte Wendeln im Nebengestein hergestellt.

Lademaschinen und Pendeltransportwagen sind durch gewaltige Schaufellader ersetzt.

Statt Schrämeinbrüchen werden Großbohrlöcher in der Sprengtechnik eingesetzt

Statt der Gleisförderung sind kilometerlange Gummibandförderer eingesetzt.



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Exkurs zu schönen Salzmineralien.

Unter schönen Salzmineralen versteht man im Allgemeinen solche, die sich durch ihre Ausbildung und Farbe
besonders auszeichnen und sich dadurch aus der Masse der Minerale herausheben.

Die Genese der Salzminerale, verbunden mit dem geringen Angebot an färbenden Kationen, bedingt es,
daß die Zahl der bunten und / oder idiomorphen oder gut gespaltenen Salzminerale - der schönen Minerale - klein ist.

 

Einige Beispiele bemerkenswerter Salzminerale sind :

*** gut gespaltene Salzaggregate von Steinsalz und Sylvin,
*** kristallisiertes Steinsalz,
*** Steinsalz mit Flüssigkeits- und Gaseinschlüssen,
*** Boracitkristalle im Steinsalz,
*** durch Einschlüsse zonar bunt gefärbtes Salz,
*** durch Farbzentren blau- oder violettfarbenes Steinsalz,
*** sekundäre Salzbildungen,
*** Gipskristalle,
*** faserige Salzausbildungen

 



Schauglas mit mineralogisch
besonderen Salzmineralien.

*** Alle Fundstücke stammen aus der zweiten
Betriebsperiode 1952 - 1968
des Kali-Bergwerkes "KÖNIGSHALL-HINDENBURG"

*** Weil eine dermaßen umfassende Zusammenstellung
von Salzmineralien des Staßfurtflözes mit
den Besonderheiten der stellenweisen Umwandlung des
-- primären Carnallititflözes in
-- Hartsalzflözteile und
-- völlig vertaubte Flözteile
aus bergmännisch aufgeschlossenen Gruben nicht mehr
möglich ist, muß der Wert besonders hoch angesetzt werden.

*** Im Schauglas befinden sich:

--- Liegendes Ältestes Steinsalz mit Boracitkristallen,

--- Carnallit in verschiedenen Rotfarben,

--- Fasercarnallit und Carnallitit ,

--- sylvinitisches Hartsalz,

--- anhydritisches Hartsalz,

--- Salze aus der Flözvertaubung,

--- weißer körniger Kieserit,

--- Anhydrit,

--- ideal gespaltene Kristallstücke von Steinsalz und Sylvin,

--- Sylvin mit wolkigen roten und gelben Einschlüssen von
Hämatitschüppchen und FeCl3-Lösungen,

--- hell-und dunkelblaues Steinsalz,

--- primär kristallisierte Steinsalzwürfel,

--- Steinsalzkristalle mit Einschlüssen von Restlauge und Gas,

--- nadelige Gipskristalle








 


Die schwarze Linie zeigt die Abgrenzung zwischen Carnallitit und Hartsalz nach der
Umwandlung der primären geschichteten Carnallitit-Lagerstätte.



Ein bergfrisches geschichtetes Carnallitbruchstück mit offener Kluft zeigt Spuren eines Lösungsprozesses.
Belegstück für die Theorie der nassen Lagerstättenumbildung ?.



Bergfrische Bruchstücke aus Trümmercarnallitit zeigen kristalline und faserige Strukturen
der mineralogischen Zusammensetzung aus Carnallit (KMgCl3 . 6H2O) , Kieserit (MgSO4.H2O), Steinsalz (NaCl)
Ein brecciöses Salzgestein: in einer Matrix aus Carnallit schwimmen Gesteinsbruchstücke die teilweise noch
ihre ursprüngliche Schichtung zeigen.









Salzgesteine

Carnallitit
(K2O-Gehalt 10-12%)
Hartsalz
( K2O-Gehalt 12-20%)


Facies Carnallitit:
enthält neben
- Carnallit (KMgCl3 · 6H2O)
- Halit (NaCl)
auch noch
- Kieserit (MgSO4 · H2O)
- Anhydrit (CaSO4)
- Sylvin KCl
- Tonminerale

Facies Hartsalz:
enthält neben
- Sylvin (KCl)
- Halit (NaCl)
auch noch
- Kieserit (MgSO4 · H2O)
teilweise
- Anhydrit (CaSO4 )

Facies Vertaubung: enthält
- Halit (NaCl)
- Anhydrit (CaSO4)


*** Alle Fundstücke stammen aus der zweiten
des Kali-Bergwerkes "KÖNIGSHALL-HINDENBURG"
Betriebsperiode 1952 - 1968.

Im Grubenfeld des Kalisalzbergwerks Königshall- Hindenburg in Reyershausen bei Nörten-Hardenberg,
auf der östlichen Randhochfläche des Leinetalgrabens,
wurde das Staßfurt-Lager (K 2) in einer Tiefe von 530 bis 750 m unter N. N. abgebaut.
Das Flöz war nicht gleichmäßig bauwürdig als Hartsalz ausgebildet;
inmitten der Hartsalzentwicklung kamen Vertaubungen" (Anhydrit- Halit) und Carnallitit-Gebiete vor.


Der von den drei Facies des Flözes vollkommen unabhängige, im ganzen Grubenfeld gleichbleibende
feinstratigraphische Aufbau, die auffälligen
Veränderungen in der "Vertaubung", wie in ihrem
Liegenden und Hangenden,
sowie die gesetzmäßige Mächtigkeitsabnahme vom Carnallitit über das Hartsalz
zum Anhydrit-Halit lassen den Schluß zu, daß der
Facieswechsel auf nassem Wege aus einem gemeinsamen Primärgestein
durch Umbildung
hervorgegangen ist.










Steinsalz-Spaltstücke NaCl.

*** Alle Fundstücke stammen aus der zweiten
Betriebsperiode 1952 - 1968
des Kali-Bergwerkes "KÖNIGSHALL-HINDENBURG"

*** Alle Stücke weisen Hohlräume auf, die mit
Restlaugen und Gasbläschen gefüllt sind.

*** Fundorte befanden sich in Vertaubungszonen
des Kaliflözes in Nachbarschaft von aus dem
Liegenden aufsteigenden Klüften







 



Steinsalz-Kristallisation
mit skelettierten Kristallen=NaCl-Schiffchen.

*** Alle Fundstücke stammen aus der zweiten
Betriebsperiode 1952 - 1968
des Kali-Bergwerkes "KÖNIGSHALL-HINDENBURG"

*** Funde aus Klüften im Liegenden "Ältesten Steinsalz "
in geringer Entfernung zum Basalanhydrit.






Staßfurtsteinsalz, NaCl (Ältestes Steinsalz - Na2 beta)


weist einen durchgehendem Horizont mit winzigen
(1 bis 4 mm großen) grünlichen Boracitkristallen auf.

*** Fundstücke stammen aus der zweiten
Betriebsperiode 1952 - 1968 des Kali-Bergwerkes
"KÖNIGSHALL-HINDENBURG"

*** Boracit , Mg3[(Cl,OH ) | B7O13]
in pseudokubischen würfeligen Kristallen wurde,
offensichtlich durch Metamorphose infolge der
Dehydratation ursprünglich wasserhaltiger
Magnesiumborate bei verhältnismäßig hohen
Temperaturen und Drücken, gebildet.

*** Fundort 10 Meter unter dem Hartsalz Lagerhorizont
und 3 Meter über dem Basalanhydrit.

*** Seltene Fundstücke, da normalerweise der Bergmann
ein Anritzen dieser tiefen Salzschicht wegen der Gefahr
eines Laugen-oder Gaseinbruches vermeidet.












Blaues Steinsalz NaCl in verschiedenen Farbtönen.

*** Die Funde stammen aus sylvinitischen
Hartsalz-Lagerteilen des umgewandelten
Carnallitit-Staßfurtflözes.
Sie befanden sich in der Nähe von Sylvin-Nestern
die sich in Nachbarschaft zu verheilten Klüften
von Vertaubungsgebieten auskristallisierten.

*** Alle Fundstücke stammen aus der zweiten Betriebsperiode 1952 - 1968
des Kali-Bergwerkes "KÖNIGSHALL-HINDENBURG"

Steinsalz, NaCl, Spaltkristall
mit hellblauen, blauen, tiefblauen, violetten Einfärbungen
die teils

.. flächig,
.. zonar,
.. in rhythmischer Folge parallel den Würfelflächen,
.. wolkig
ausgebildet sind;

*** enthält Hohlräume mit Lauge und Gas-Einschlüssen.

*** Größe : 140 x 100 x 60 mm.

*** Fundstück vom Kaliwerk Neuhof-Ellers bei Fulda aus
einem Aufschluß von 1978 in 100 m Entfernung von einer
Basaltdurchdringung im Kaliflöz.














Anhydrit Ca[SO4]

*** zwei getrommelte Stücke aus spätigem
gesteinsbildendem Material der Salzlagerstätte.

*** Größe: eirund 27 x 23 mm.

*** Farbe: seltenes hellblau
(sonst farblos, weiß, grau, braun).

*** Gipseinschluß an einer Stelle.

*** Härte: 3 ½

*** Dichte: 2,9 - 3,0 g/cm3.

*** Glas- bis Perlmuttglanz.

*** Fundstücke aus dem Salzbergwerk Berchtesgaden.


Anhydrit Ca[SO4]

*** kristallines Fundstück Anhydrit mit Steinsalz.

*** *** das Fundstück stammt aus der zweiten Betriebsperiode 1952-1968
des Kali-Bergwerkes "KÖNIGSHALL-HINDENBURG"







Seitenansicht 1
Seitenansicht 2
Seitenansicht 3

























Sylvin KCl - als Spaltenausfüllung
aus einem kleinen Nest im Randgebiet
einer Vertaubung.

*** Sehr seltenes Fundstück, denn normalerweise
kommen in Vertaubungen nur Steinsalznester
vor. Wahrscheinlich führte die unmittelbare
Nähe der Hartsalzausbildung zu dieser Genese.

*** Größe bis 32 x 30 x 22 mm.

*** Roter Hämatit Fe2O3, hat eine Schicht im Sylvin
intensiv gefärbt und einen Sylvinkristall umhüllt.
Gelbe Färbung durch FeCl3-Lösungen,
Die milchweiße Färbung ist durch
Gasbläscheneinschluß entstanden.

*** Das graue Gestein der Vertaubung zeigt keine
Schichtung sondern ein körniges Anhydrit/Halit-
Gemisch mit Einschlüssen von kleineren roten
Sylvinkristallisationen.

*** Das Fundstück stammt aus der zweiten
Betriebsperiode 1952 - 1968
des Kali-Bergwerkes "KÖNIGSHALL-HINDENBURG"













































Sylvin - Kristallspaltstücke, KCl

***Größe bis 50 x 30 x 20 mm.

*** Fundstücke aus Nestern im sylvinitisch-kieseritischen
Hartsalzlager in der Nähe von Vertaubungen.

*** Rote Färbung durch Hämatit Fe2O3 ,
gelbe Färbung durch FeCl3-Lösungen,
milchweiße Färbung durch Gasbläscheneinschluß.

*** Kali-Bergwerk "KÖNIGSHALL-HINDENBURG"






















Kieserit , MgSO4
· H2O

*** Größe 25 x 18 x 15 mm.

*** Fundstück aus einer Kluftfüllung im
kieseritischen Hartsalzlager in der Nähe
einer Vertaubung.

*** unterschiedlich starke Schichtung zeigt
unterschiedliche Körnung und Dichte.

*** in der stärksten hellsten Schicht scheint ein
höherer Steinsalzgehalt vorhanden zu sein
der wahrscheinlich durch Farbzentren einen
Blauschimmer wie bei "Mondstein" erzeugt.



















Kieserit , MgSO4 · H2O

*** Fundstück aus einem Nest im Hartsalzlager.

*** Größe 50 x 22 x 18 mm.

*** Wechselschichtung mit unterschiedlichen Steinsalzlagen.

Gips - Kristalle, (Selenit) CaSO4 2H2O

*** Aus den ersoffenen Grubenbauen des Feldes I
die nach 10 Jahren wiederaufgewältigt wurden.
Decke und Stöße der Strecken boten ein märchenhaftes Bild-
Millionen von Gipskristallen bedeckten die Flächen und funkelten
im Lampenlicht auf.


*** Abbildungen zeigen die Originalgrößen,

*** Alle Fundstücke stammen aus der zweiten
Betriebsperiode 1952-1968 des Kali-Bergwerkes
"KÖNIGSHALL-HINDENBURG"






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