Quarzzauber.
Der Name Quarz wird seit 1530 im deutschen Sprachraum verwendet und wurde in viele Sprachen
übernommen. Die Sprachforscher sind sich nicht einig über seine Herkunft, einige leiten Quarz
vom westslawischen quary = hart aus der böhmischen Bergmannssprache des Erzgebirges ab,
andere vermuten seinen Ursprung aus dem deutschen querertz oder quaderz, was etwa Nichterz,
Quererz, taubes Gestein bedeutet haben könnte. Ältere Vermutungen bringen den Namen auch
mit dem deutschen Ausdruck queren = Zwerg in Verbindung was auf die Ähnlichkeit der Form
der Bipyramiden von Quarzkristallen mit den Zwergenzipfelmützen hindeuten könnte.

Der wasserklare schön kristallisierte Quarz wurde in der Frühzeit des 3. Jahrhunderts nur
Kristall genannt (aus dem Griechischen krystallos) was damals Bergkristall oder Eisstein
bedeutete, man glaubte er sei in den Bergen aus Wasser oder Schnee in großer Kälte
entstanden.
























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Die Geowissenschaften
haben das Mineral Quarz sehr gut erforscht,
trotzdem bleiben über seine Varietäten noch manche Geheimnisse zu entschlüsseln.

Das Mineral Quarz, chemisch Siliciumdioxid (SiO2) ist das Anhydrid der Kieselsäure.
Es ist allein mit rund 12% am Aufbau der äußeren Erdkruste beteiligt.
SiO2 besteht aus 46,74 Gewichts% Silizium und 53,26 Gewichts% Sauerstoff.
Die sich von ihm chemisch und strukturell ableitenden Silikate stellen nach den Berechnungen
des russischen Geochemikers und Mineralogen A.E. FERSMANN (1883 bis 1945) sogar 75% der
Masse der festen Erdkruste.

Das SiO2 bildet in der Lithosphäre den Hauptbestandteil der magmatischen Gesteine,
entweder als reiner Quarz oder als Silikatbestandteil der kennzeichnenden Mineralien
der Gesteinsgruppen von der basischen Frühkristallisation bis zur sauren Spätkristallisation,
d. h. der Olivine, Augite, Hornblenden, Glimmer, Feldspäte und Feldspatvertreter.

Auch in den metamorphen Gesteinen und vor allem in den Sedimenten, z.B. Sandsteinen
und Tonschiefern, sind Quarz und Silikate die wichtigsten gesteinsbildenden Mineralien.
Bei fast allen Erzlagerstätten ist der Quarz nicht nur das Begleitmineral, sondern häufig
auch der Träger wertvoller Metalle.
Hier ist besonders das Auftreten des Quarzes im hydrothermalen Bereich anzuführen.

Die Wissenschaft der Geochemie hat die Verteilung des Quarzes auf der Erde ermittelt:


Die Erdkruste baut sich zu 98,5 % aus ganz wenigen Elementen auf :

Sauerstoff 46,6 %
Silizium 27,7 %
Aluminium 8,1 %
Eisen 5,0 %
Calcium 3,6 %
Natrium 2,8 %
Kalium 2,6 %
Magnesium 2,1%

und aus diesen setzen sich 8 Mineralarten zusammen, die 95 % der Kruste ausmachen :

Feldspäte 58 %
Quarz 12,5 %
Pyroxen, Amphibol, Olivin 16 %
Glimmer 3,5 %
Eisenerze 3,5 %
Calciumcarbonat 1,5 %



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Die Verwendung des Quarzes ist vielfältig:

*** Normale Quarzsande werden für die verschiedensten Zwecke in der
Bauindustrie und Steine/Erden-Industrie verwendet.

*** Reinere Quarz-Spezialsande dienen als Rohstoffe der Glas- und
Keramikindustrie und als Formsande in Gießereien.
Quarzsande werden auch zur Herstellung von Siliciumcarbid (Schleifmittel)
und Filterschichten, in Schleifereien und Sandstrahlbetrieben verwendet.

*** Felsquarzite, Tertiärquarzite und Gangquarze stellen ebenfalls
Glasrohstoffe dar, insbesondere für den künftigen Bedarf.
Zusammen mit Feuerstein und Kieselschiefer werden sie zur Herstellung
von Silicasteinen, feuerfesten Steinen, verwendet.

*** Einige Quarzitarten haben besondere Bedeutung , z. B. der in der
Lausitz abgebaute Felsquarzit für die Ferrosilicium-lndustrie.

Daneben sind sie noch Grundlage für Stampfmassen in Gießerei-und
Hüttenbetrieben, z. B. für Innenauskleidungen von Kupolöfen und
Bessemer-Konvertern, Stichlochmasse für Hochöfen.

*** Pegmatitquarze sind Ausgangssubstanz für Quarzglas wie auch
für die Herstellung synthetischer Quarze für die Elektronikindustrie.

*** Kristallisierte Quarze in Bergkristallvarietät werden wegen ihrer
optischen Eigenschaften in der optischen Industrie zur Herstellung von
Linsen, Prismen und Komparatoren und wegen ihrer
piezoelektrischen Eigenschaften in der Nachrichtentechnik
und Elektronikindustrie zur Fertigung von Schwingquarzen gebraucht.
Hierzu muß das Ausgangsmaterial völlig fehlerfrei sein.
Da die erforderlichen fehlerfreien Mengen bei der Gewinnung aus den
Lagerstätten nur eine Ausbringungsquote von etwa 1 % erreichen,
ist man in den letzten Jahren weitgehend dazu übergegangen, aus
Bergkristall-Bruchstücken synthetische Quarze herzustellen.

*** Berqkristall und die kristallisierten farbigen Quarzvarietäten
Amethyst,Citrin, Ametrin, Aventurin, Milchquarz, Prasem, Rauchquarz
und Rosenquarz werden nach wie vor zu Schmucksteinen und
kunstgewerblich verarbeitet.

*** Die Chalcedonvarietäten Achat, Plasma und Heliotrop sind
ebenfalls beliebte Schmucksteine.
Achat wird zum überwiegenden Teil zur Herstellung von Reibschalen
und Lagersteinen für Präzisionsrneß- und Kontrollgeräte verschliffen.



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Die Atomstruktur des Quarzes ist wichtig für das Verständnis
vom Aufbau im Chalcedon, Opal und als Ursache für farbige Kristalle.

Ein Atom ist aus dem Atomkern und einer Hülle aus sich schnell
bewegenden Elektronen aufgebaut.

Der Atomkern besteht aus Protonen und Neutronen, er beinhaltet 99,95%
der gesamten Atommasse.

Neuronen ist sind ungeladene, also elektrisch neutrale Teilchen.
Die elektrisch positiven Ladungen des Kerns werden durch die
Elektronen kompensiert, diese sind die Träger der negativen Ladungen.

Die Elektronen umkreisen auf verschiedenen Bahnen den Atomkern,
ihre Bewegung ist anschaulich vergleichbar mit der Bewegung der
Planeten um die Sonne.
Der Abstand der Elektronenhülle vom Atomkern beträgt etwa das
5.000fache des Atomkern-Durchmessers.

Atome können überwiegend positive oder überwiegend negative
elektrische Ladungen haben.
Solche elektrisch geladenen Atome werden Ione genannt.

Wenn neutrale Atome Verbindungen eingehen, können sie Elektronen
aufnehmen oder abgeben und dadurch zu Ionen werden, die meisten
Mineralien sind Ionen-Verbindungen.

Ionen-Größen werden in Ängström (Ä) gemessen. ( 1 Ä = 10-8 = 0,000 000 01 cm).
Ionenradien: Si4+ = 0,4 Ä , O2- = 1,45 Ä .
Das Silizium- (Si) - Atom enthält 14 Protonen und 14 Elektronen = relative Masse 28.
Das Sauerstoff- (O) - Atom enthält 8 Protonen und 8 Elektronen = relative Masse 16.

Der Sauerstoff ist in allen Verbindungen zweifach negativ geladen = O2-.
Zweimal O im Quarz bedeutet: 2 x (- 2) = (- 4) Ladungen
Einmal Si im Quarz bedeutet: 1 x (+4) = (+4) Ladungen
+4 - 4 = 0 = Neutralität =Stabilität

Das Si-Ion ( o ) der Quarzstruktur sitzt auf einem Kristall-Gitterpunkt.
Es wird so von vier O-Ionen ( o) umgeben, daß diese die
Ecken eines Tetraeders bilden.
Jedes O ist dabei mit gleicher Kraft an zwei Si gebunden.
Die Formel SiO2 ergibt sich, da jedes der vier O eines Tetraeders
zwei Tetraedern angehört: SiO4/2 = SiO2



(Tetraeder:
Kristallform des kubischen Kristallsystems
mit 4 gleichseitigen Dreiecksflächen)

 

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Formen und Formenkombinationen des Quarzes.







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Zu den Bildern der einzelen Modifikationen und Varietäten können Sie durch Anklicken der Position in folgender Auflistung verzweigen.

gediegen Silicium
trigonaler Tiefquarz
Hochquarz Cristobalit
Hochquarz Tridymit
Melanophlogit
Opal

     



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So weit die Theorie - nun folgt eine "bergmännische" Quarzsammlung
in der Reihenfolge nach der vorstehenden Listung über die
Quarz-Modifikationen und Varietäten:





gediegen Silicium Si

*** als sehr reines stückiges Produkt aus der
Quarzsand-Schmelzung SiO2 + C = Si + 2CO

*** Größe: 70 x 60 x 25 mm.

*** Farbe: dunkelgrau-metallisch glänzend.

*** Stirnseiten zeigen Abtropfungen und den
Beginn einer kubischen Kristallbildung.


   
   

 









Der überwiegende Teil der Sammlung ist Tiefquarz.











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  Der trigonale Alpha-Quarz auch Tiefquarz
genannt bildet sich unter 573 Grad C.

 
  Beta-Quarz auch Hochquarz
genannt Cristobalit SiO2

*** kubischer Beta-Cristobalit
mit SiO2 - Variante "Lussatit" = Opal-CT *)

*** an Pektolit erinnerndes
blumenkohlartiges Aggregat aufgebaut aus
Kristallblättern,

*** aus ungewöhnlicher Paragenese:
der Assoziation der " Effusiven Pegmatite"

*** Größe: 50 x 40 x 30 mm.

*)
"Lussatit" ist eine teilkristalline wasserreiche
Opal-Varietät, dessen Mikrokügelchen im
Kristallgitter teilweise aus Cristobalit und Tridymit
bestehen
(daher wird Lussatit auch als "Opal-CT" bezeichnet).
Lussatit luminesziert im kurz- und langwelligen UV-Licht bläulichweiß, er ist oft schon völlig in Chalcedon
umgewandelt, ebenso wie die manchmal als Begleiter
auftretenden gestuften Würfelchen von Melanophlogit.
Dieser hat geringe Mengen an Stickstoff, Kohlendioxid
und Methan in seinem tetragonalen Kristallgitter
eingelagert: SiO2 x 0.2 (N2,CO2,CH4)
,


 









  Hochtridymit-Kristalle Beta2-Tridymit

*** ideale hexagonale Kristalle auf
Rhyodazit-Stufe von 60 x 55mm und 30 mm Höhe.

*** Eine kristalline Hohlraumauskleidung ist
ringsherum freigesägt.

*** klare farblose bis weiße Tridymitkristalle
bis 8 mm Größe sind als Blättchen, Drillinge,
Rosetten, Kugeln auf dem Kristallrasen
ausgebildet.

*** zwischen den Tridymitkristallen befinden
sich gelbliche Calcitkristalle, traubige Pyritkristallisationen und Tafeln von
Pseudobrookit Fe3+,Fe2+)2(Ti,Fe3+)O5.

 

Ausschnitte aus der obigen Tridymit-Stufe.
Aufnahmen vom Mikroskop 45 fach
mit Motic-Kamera 2500 fotografiert.
Alle Bildausschnitte entsprechen 8 mm in der Originalstufe.


 
  Melanophlogit

*** Quarz als Modifikation
mit eingelagerter organischer Substanz.
SiO2 x 0,2(N2,CO2,CH4)
( Stickstoff, Kohlendioxid, Methan)

*** eine absolute Rarität aus einem
Fund von 1982.

*** rundliche glasige Kristallgruppen,
bis 3 mm groß auf Kluftfläche einer
Ophicalcit-Marix.

(Ophicalcit ist ein metamorphes Carbonatgestein
mit Serpentin und Talkeinlagerungen -
hier zu tektonischer Brekzie hydrothermal
umkristallisiert)

*** Fluoreszenz im kurzwelligen UV-Licht.

*** Stufengröße: 105 x 50 mm, 30 mm hoch.


 
REM-Aufnahme von FEE Idar-Oberstein


 



Allgemeines zum Opal.


Opal ist aus winzigen, periodisch geordneten,
dicht gepackten, Kügelchen zusammengesetzt,
deren Durchmesser 150-400 nm messen, das
sind 0,150 - 0,400 tausendstel Millimeter.
(n=10-9, n = von lat."Nano"= Zwerg)

In Bereichen können Kügelchen einheitlicher
Größe kubische oder hexagonale dichte
Kugelpackungen aufweisen, sie können aber
auch unterschiedlich groß sein.

Bei Edelopalen mit einheitlichem
Kügelchendurchmesser führt dies zu Interferenzerscheinungen die das
bunte Farbenspiel hervorrufen.

Dieses Opalisieren der edlen Opale beruht
auf einer Beugung Lichtes (ZOLTAI, 1985).
Die Wellenlänge des reflektierten Lichtes
ist vom Einfallswinkel des Lichtes auf die Kügelchenlagen und von der Kügelchengröße
abhängig.
Der Effekt kommt nur zustande, wenn die
Durchmesser der Kügelchen kleiner sind als
die Wellenlänge des Lichtes.

Jones J.B. SANDERS formuliert 1964 dazu:
"Das Farbspiel des Edelopals ist der außergewöhnlichste
und einzige Fall im Mineralreich, wo eine unübertroffene Farberscheinung durch Lichtbeugung an einem
periodischen Baumuster (Beugungsgitter) entsteht".

     



 
Edelopal
als Mosaiktriplette

*** Schmuckstück als Brosche oder
Halskettenanhänger tragbar.

*** Größe: oval 40 x 30 mm, 4 mm dick

*** Fassung als Reif mit Öse aus
925. Silber gearbeitet.

*** Stein als so genannte "Triplette"
gearbeitet, d. h.

-- als erste Schicht ein Onyx geschliffen
und poliert,

-- als zweite Schicht ein" Mosaik" aus
geometrisch zugeschliffenen und polierten
dünnen Edelopalen in verschiedenen Formen
und verschiedenen Farbspielen der
Farben rot,blau , grün, gelb.

-- als dritte und abschließende Schicht ein
transparenter Bergkristall geschliffen und
poliert, als vollkommen ebene Abdeckplatte
mit senkrecht geschliffener Randkante.

Diese Schicht schützt den Edelopal vor
mechanischen Schäden und der Gefahr
des Austrocknens und Rissigwerden.


Für die Entwicklung der "Tripletten" erteilte
man 1958 R.V.MARKS ein Patent für den
Handelsnamen "Triplex".
Mit dieser Methode konnten Goldschmiede
nun mit preisgünstigeren dünnen Rohsteinen,
auch zwar noch immer teure, aber erschwingliche
Schmuckstücke herstellen die dazu auch noch
"haltbarer" waren.

















 


Opalmatrix
- treated matrix
(ursprünglich Opalmutter)

*** unbearbeitetes Stück Edelopal; der
Form nach ein Bruchstück aus einer
Konkretion.

*** Größe: 18 x 12 x 10 mm

*** Ein honigfarbenes, feinkörniges
Gemenge aus Sand-, Kaolin- und
Tonpartikeln, dessen Bindemittel
Kieselsäure ist, wird von Edelopal in
Korn- und Schlierenform durchsetzt.
Also ein opalhaltiges Gestein.

*** Der Stein zeigt ein lebhaftes,
feuriges Farbenspiel
im roten, blauen, grünen Spektrum.

*** Das Grundgemenge ist fein-porös,
und kann behandelt werden bis eine
schwarze Tönung erscheint, die das
Farbenspiel lebhafter hervortreten läßt.
Das vorliegende Stück ist unbehandelt.

Der Name "Opalmatrix"
(für Gesteine mit zahlreichen kleinen
Einschlüssen von Opal)

darf nicht verwechselt werden

mit dem Namen für "Matrixopale."
(dies sind Opale, die auch nach dem Schleifen
immer noch in ihrem Muttergestein sitzen).















 

Edelopal
in schwarzer Matrix

In einem 70 x 30 x 30 mm großem
Handstück befinden sich kleine Flecken
von Edel-Opal mit lebhaften grünen,
roten, blauen und gelben Farben in einer
schwarzen glasartigen (Opal-CT)
aber auch erdig matter (Aschentuff) Gesteinsmasse (Ignimbrit).

*** Eine Stirnseite ist geschliffen und poliert.

*** Das "Opalisieren" zeigt bei Sonnenlicht
oder bei direkter Beleuchtung besonders
deutlich ein erstaunlich schönes Farbenspiel.










  Edelopal in schwarzer Matrix
aus dem Rohmaterial sind zwei Cabochons
geschliffen und poliert.

*** Größe: jeweils 20 x 25 mm, 7 mm hoch.
*** schon makroskopisch ist ein prächtiges
Farbenspiel zu beobachten.



























  Schwarzopal ist der Oberbegriff für alle
Opale mit tiefschwarzer Körperfarbe;
er kann klar-durchsichtig (crystal)
bis undurchsichtig (opaque) sein.
Oft ist die Schicht, die das Farbenspiel
trägt, selbst bei kostbaren Steinen relativ
dünn; sie liegt häufig auf schwarzem Potch
(black potch).
In Neu-Süd-Wales, in der Umgebung von
Lightning Ridge, liegen die Hauptvorkommen
des Schwarzopals. Die wichtigsten Felder
sind Lightning Ridge selbst, ferner Coocoran, Gravin und Glengarry.

Ein eigener Typ sind die mexikanischen Schwarzopale.
Vereinzelt werden Schwarzopale auch in Nevada/USA und in Indonesien gefunden.

1) Schwarzer Kristall-Opal - black crystal
Dieser Typ ist bis zu einem gewissen Grad transparent.
Das ermöglicht es, auch das Farbenspiel
unter der Oberfläche zu beobachten.

2) Schwarzopal - black opal
Der seltenste Opal! Die Körperfarbe ist
ein sattes,tiefes Schwarz.
Dieser Typ ist der begehrteste, da der
schwarze Untergrund die Brillanz des
Farbenspiels voll zur Geltung bringt

Schwarz-Opal

*** Größe: 30 x 26 x 7 mm,

*** tiefschwarze Körperfarbe mit tiefblauem Farbspiel,

*** Oberfläche und Stirnseite geschliffen
und poliert.

 

Schwarz-Opal

*** Größe: 18 x 7 x 2,5 mm,

*** tiefschwarze Körperfarbe mit
heller Schicht (crystal)
die tiefblaues und grünes Farbenspiel zeigt.

*** Oberfläche und Stirnseiten geschliffen
und poliert.

*** schwarze Unterfläche plan geschliffen
und poliert.







 
Feueropal, Wasseropal,
opakter Opal in Rhyolith


*** Größe des Rhyolithstückes:
68 x33 x22 mm.

*** Sehr anschauliches Belegstück der Opalgenese, auf engstem Raum befinden
sich unzählige
.. durchsichtige rote Feueropale ohne Farbspiel,
.. durchsichtige Wasseropale,
.. opakte (undurchsichtige) rote Feueropale,
.. Milchopale
in Größen bis 8 mm , dicht nebeneinander
und bereiten so den Wissenschaftlern großes
"Kopfzerbrechen" bei den Genese-Theorien.

*** Der Rhyolith ist vulkanisch und als
spätere Intrusion mit Basalt in Beziehung
stehend. Seine bräunlichrote bis rosarote
Farbe beruht auf unterschiedlichen Gehalten
an Eisenoxiden und Eisenhydroxiden.

Er ist ein saures, dem Granit entsprechendes Ergussgestein.

Hauptgemengeteile sind:
--- Kalifeldspat,
--- Quarz
--- albitreicher Plagioklas

In einer feinkörnigen Grundmasse , die
glasig oder kristallin sein kann, befinden
sich meist größere Einsprenglinge der
Hauptgemengeteile.
Das Gestein findet sich hauptsächlich in
Schloten, Domen, Gängen; selten bildet
es richtige Ergüsse.

Rhyolith ist das hauptsächliche
Muttergestein der mexikanischen
Edel-und Feueropale.
Diese sind als sekundäre Füllungen in
Gesteinshohlräumchen durch
kieselsäuregesättigte Thermalwässer
abgeschieden.

  Geschliffene und getrommelte Feueropale




















  mexikanischer Opal in Rhyolith als Matrixopal

*** geschliffen als Cabochon:

*** Nach den Schleifen ist der Opal noch
im Muttergestein eingebettet,
deshalb die Bezeichnung "Matrixopal".

*** Größe: 17 x 12 mm, 6 mm hoch
wasserklarer Opalkörper 10 x 9 x4 mm.

*** Opalfarbspiel rot, grün, blau.

 
Edelopal

*** Edelopalsubstanz füllt Schichtrisse in
einer Eisensteinkonkretion mit sehr feiner
Schichtung dunkelbrauner und okerfarbener
Lagen eines feinkörnigen, eisenreichen
Sandsteines mit sehr hohem Anteil an
Eisenhydroxiden
(Limonit, Brauneisenerz Fe2O3 . n H2O )

*** Größe des Stückes :
der Schnitt durch die Konkretion ergab eine
halbkreisförmige Fläche von 65 x 35 mm.
Dicke 26 mm.

*** An den Seiten der grob halbkugeligen Ausbildung
des Stückes sieht man einige Reste des
Umgebungsgesteines.

*** Der Anschliff muß noch poliert werden;
er zeigt sehr schön die Tektonik der
sedimentären Ablagerung mit
Schichtenfaltungen und Diskordanzen.

*** Das gesamte Stück ist von feinsten,
bis 2 mm starken Edelopal Adern
durchzogen, die ein überwiegend
blaues und grünes Farbenspiel zeigen.






 






Edelopal als Split eines Boulder-Opals

*** Ein Sandsteinstück, dessen eine Seite
voll von einem Seam = Saumopal
(plattenförmig gebildeter Edelopal, welcher
Risse oder Spalten im Muttergestein ausfüllt)
eingenommen wird.

*** Größe des Quaders : 35 x 26 mm,
16 mm Dicke.

*** Farbenspiel des Edelopals grün und blau.

*** genetisch interessant ein freigelegter "Fließkanal" der sich diagonal über die
Fläche erstreckt.

*** Boulder, ein unübersetzbarer australischer
Bergmannsbegriff für faust- bis metergroße
Muttergesteinsbrocken, in deren Risse und
Spalten sich der Edelopal abgesetzt hat .
Boulder-Opale beläßt man gerne in ihren
freien Naturformen, um ihre individuelle
Schönheit zu unterstreichen.

*** Split ist ein Boulder-Stück mit einer
etwas dickeren Opalader, die man aufspaltet
(split=englisch für spalten)
Besonders für Sammler ein Leckerbissen.


Spaltvorgang















 


Dendritenopal

*** wegen der kräftig goldbraunen Farbe
wird dieser Opal
" Goldlace Opalite" genannt.

*** Größe:
Oberfläche ein Dreieck mit 50 x 42 x 35 mm
Seitenlängen, 20 mm dick.

*** Stück stammt aus dem "Rindenbereich"
einer Geode.
Zwei Kanten geschnitten, eine als
Spaltbruch.
Oberfläche geschliffen und poliert.
Die Rückseite besteht aus der Geodenrinde.

*** Die opake (undurchsichtige) goldbraune
Opalgrundmasse ist, bis auf einen kleinen
freien Bereich an der "Rinde", völlig
von winzigen (mitunter haarfeinen)
Äderchen aus Mangan durchzogen.
Im Anschliff entsteht daraus die schöne
Zeichnung einer Moosstruktur.


















  Edelopal als Bruchstücke aus Quarzader

*** Größe 14 x 9mm, 6 mm hoch.

*** sehr lebhafte Farben rot, grün, blau
auf wasserklarem Quarz.













 



Hyalit (Wasseropal)

*** Die seltene Opalvariante wird
überwiegend in kalten Lösungen gebildet.

*** Stufengröße: 50 x 40 mm, Höhe 35 mm.

*** Auf in der c-Achse bis zu 40 mm großen schwarzen Turmalin-Schörl-Kristallen,
(die auf einigen Prismenflächen parkettierte
und an den Endflächen säulige interessante
Wachstumsstörungen aufweisen) ist der
Hyalit aufgewachsen.

*** der Hyalit ist glasglänzend, weiß bis wasserhell teilweise schwach bläulich
gefärbt mit traubig-nierigen Oberflächen kristallisiert.




*** Unter UV-Licht fluoresziert der weiße Hyalit grünlich. der bläuliche in türkisfarben.











  Opalisierte Ammoniten-Fossilien

*** 120 Millionen Jahre alte Versteinerung
aus der Unterkreidezeit
(Hauterive bis Cenom).


*** Name: desmoceras.

*** Größe: 43 mm Durchmesser,
13 mm Dicke.

*** der Gehäusequerschnitt zeigt noch den Steinkern des alten Sedimentes mit
Mini-"Fossilienfriedhof";
nur die Außenschale und die ältesten Kammern
sind von Edelopal durchdrungen.

*** Schönes Farbspiel in rot, grün, blau.


 












*** 120 Millionen Jahre alte Versteinerung
aus der Unterkreidezeit
(Hauterive bis Cenom).

*** Name: desmoceras.

*** Größe: 25 mm Durchmesser,
8 mm Dicke.

*** Der gesamte Ammonit einschließlich
Kern ist von hellem Edelopal mit lebhaftem
Farbspiel erfüllt.

*** Sehr schönes Farbspiel in rot, grün,
blau, gelb.

*** Die Lobenlinien sind im
durchscheinenden Opal optisch sehr reizvoll weißausgebildet.





















 



Dendritenopal (Türkenauge)

*** ein opakter Opal mit schöner Zeichnung,

*** fundorttypische rundliche Knolle mit
zarten Opal - Pastellfarben bräunlich,
weißlich und gelblich,

*** eingebettete schwarze Mangan-Dendriten,

*** größter Durchmesser 55 mm,

*** Knolle in der größten Achse
aufgeschnitten,beide Hälften geschliffen und poliert.















 








weißer Opal - Cacholong

*** Cacholong bedeutet "schöner Stein",

*** die Stufe ist der Teil einer Knolle, die
einen inneren Hohlraum aufweist,

*** Größe 110 x 80 x 55 mm

*** während der Rand der Knolle noch Hyalit (Wasseropal) aufweist, ist zum Hohlraum hin
durch Entwässerung eine Umbildung zum
Milchopal (Hydrophan) und weiter zum
porzellanartigen Cacholong erfolgt.

*** Auf den Schrumpfriß-Flächen des
Cacholong sind schwarze Mangan-Dendriten
zu sehen die vom Knollenhohlraum her
kristallisierten,

*** der Knollenhohlraum zeigt eine
grobkristalline Quarzauskleidung die mit
angelöstem Hämatitund Mangan
überzogen ist.
















 




gelber Opal

*** Größe 90 x 80 x 75 mm,

*** Farbe honiggelb,

*** kleine Mangandendriten-Einschlüsse,

*** in der glasigen Struktur liegen
Einschlüsse von wolkigem
weißen Opal (Cacholong),

***das Handstück ist von Schrumpfrissen durchzogen, die im Durchlicht lebhaftes
Farbenspiel (Opalisieren) aufblitzen lassen,

*** das Handstück zeigt an einigen
Stellen starke Anlösungen des Opals.









 







  Chrysopal nickelhaltiger Opal

*** Gemeiner Opal, der sich nicht sehr
leicht vom natürlichen Chrysopras
unterscheiden lässt.

*** Größe: 60 x 45 mm.

*** Farbe: apfelgrün bis bläulichgrün
durch Nickel, milchig durchscheinend,
porzellanartiger Glanz.

*** ohne Opalisieren.

Fundstück von der
Nickellagerstätte
Magure, Pristina
Kosovo




     

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