noch
Quarzzauber.
Exkurs zu
Einschlüssen in Quarzkristallen.



Zu den Bildern der Modifikationen und Varietäten können Sie durch Anklicken der Position in folgender Auflistung verzweigen.

***Algemeines

***Einschlüsse im mikroskopischen Bereich
***Einschlüsse im makroskopischen Bereich

weiter lesen die Seite "idiochromatische (eigenfarbene) Quarze"



 


Allgemeines zu Einschlüssen in Mineralien.


Kristalle mit Einschlüssen lassen sich "lesen" wie Bücher. Sie sind mit dem menschlichen Fingerabdruck vergleichbar.
Einschlüsse ermöglichen Einblicke in die Entstehungsphasen eines Wirtkristalls, geben aber auch Auskunft über den
Einfluß tektonischer und mineralogischer Prozesse in seiner Umgebung. Ihre genetische und diagnostische Bedeutung
ist deshalb groß in der speziellen Mineralogie.
Die frühen Erkenntnisse über Einschlüsse in Mineralien sind in den letzten Jahrzehnten vertieft worden durch die
Einsatzmöglichkeit von neuen Geräten und neuer Technik, wie Infrarotspektroskopie, Ramanspektroskopie,
Kathodolumineszenz-Untersuchung, Gaschromatographie, Massenspektrometrie u.a.

Man unterscheidet heute zwischen Flüssigkeitseinschlüssen ("Fluideinschlüssen") und Festkörpereinschlüssen.


Durch den Faktor "Zeit" können Flüssigkeitseinschlüsse als primär, pseudosekundär oder sekundär eingeordnet werden:

*** "primäre" Flüssigkeitseinschlüsse sind gleichzeitig mit dem wachsenden Kristall gebildet worden, Mutterlauge wurde
in diesen - oft zonar - nach und nach eingebaut. Solche Einschlüsse vermitteln sehr genaue Vorstellungen darüber, wie die
Lösung beschaffen war, aus der sich der Kristall gebildet hat, und wie sich diese im Laufe der Zeit u.U. veränderte.

*** "pseudosekundäre" Einschlüsse bezeichnen Fluideinschlüsse in bestimmten, eng begrenzten Wachstumsphasen
des Kristalls, sie müssen nicht unbedingt zonar angelegt sein.

*** "sekundäre" Fluideinschlüsse sind späte Phänomene in der Kristallbildung, es sind oft mehr oder weniger stark
verheilte Risse (Heilungsrisse), die sich in charakteristischer Art und Weise durch den Kristall ziehen.






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Die Festkörpereinschlüsse werden nach ihrem Bildungszeitpunkt untergliedert in:

*** protogenetische Einschlüsse waren schon vor der Bildung des späteren Wirts vorhanden
(wie etwa Anhydrit, Epidot, Graphit und kohlige Substanzen).

*** syngenetische Festkörperphasen sind zusammen mit dem Wirtkristall gebildet worden
und in diesem dann oft deutlich zonar eingelagert (z.B. Turmalin, Rutil, Aktinolith, Sulfosalze,
heller Glimmer, Ilmenit, Hämatit, Chlorit, Krokydolith, Eisenoxid, Hornblende, Lepidokrokit,
Chromglimmer, Schwefel, Anhydrit, Bitumen, Flüssigkeitseinschlüsse).

*** epigenetische Festkörpereinschlüsse sind erst nach der Bildung des Wirts auskristallisiert.
Sie überdecken Kristalle ohne Einwachsnarben zu hinterlassen.
Bekanntes Beispiel dafür sind die Rutilentmischungen im Korund, die Anlass zur Bildung der
sogenannten "Seide" geben oder auch typischen Sterneffekt verursachen können.

Einschlüsse können im Kristall isoliert, zoniert oder anderweitig gesetzmäßig eingelagert sein.
Das trifft auch für die "negativen Kristalle" und Hohlkanäle zu, die zusätzlich ein- oder mehrphasig
gefüllt sein können. Aus bestimmten Orientierungen der Einschlüsse können auch charakteristische
optische Phänomene resultieren, z.B. Katzenaugeneffekt, Sterneffekt oder Mondsteineffekt.

Sekundär gebildete und oft verheilte Risse sind in Kristallen als ("Heilungsrisse") in Form von
Flüssigkeitsfahnen ausgebildet, deren einzelne Kavitäten (winzige Hohlräume) ein- oder mehrphasig
gefüllt sein können.

Die aufgezählten Erkenntnisse gelten im makroskopischen und mikroskopischen Bereich auch für Quarzkristalle.



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Einige Beispiele für Einschlüsse im mikroskopischen Bereich zeigen den besonderen Reiz dieser Quarze.
Alle Aufnahmen in 45facher Vergrößerung unter dem Mikroskop fotografiert (Bilder entsprechen 2-8 mm in der Originalgröße der Quarze).

Gasblase in hochsalinarer Lösung
im Bergkristall


Hämatitschnüre in Moosachat



Krokydolith in Blauquarz


Azurit und Malachit im Lapis Lazuli



Pseudobrockit im Tridymit



Opalkügelchen


Hämatit und Hornblende im Moosachat


Lazulith im Blauquarz

Hornblendefasern im Moosachat
     

Mangan in Quarz



Mini-Achatbildung zwischen
grobkristallinen Quarzkristallen

Blick in einen Achat
amethystfarbene Kristallbildung brauner und grüner Parkasit im Quarz Hämatit und Mangan im Quarz
     

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Makroskopische Einschlüsse und Verwachsungen in Quarzen.

  ...  
  Bergkristall als tafelige Kluftausfüllung (Pocket-Quarz).

*** Stufengröße: 100 x 60 mm, 12 mm dick,

*** Der Kristall schließt gelbliche Rutilkristalle ein.

*** Die Rutilbüschel und Einzelnadeln sind syngenetisch
mit dem Quarz gebildet.
Die Büschel setzen auf Hämatitkristallen auf.

*** Rutil = TiO2 ; Ti = Titan 60 %).

*** Name von dem lateinischen Wort "rutilis" = rötlich.

*** Basis zeigt die Kluftansatzstelle mit Hämatit,
sonstige Schmalseiten sind natürliche Kristallflächen.

*** Bei den beiden großen Prismenflächen sind die
Unebenheiten glatt geschliffen.
Durch Polieren dieser Flächen ist die Durchsichtigkeit
der Stufe gesteigert.

*** Den "Alten" waren schon diese klaren, durchsichtigen Kristalle bekannt,
in deren Inneren man gelbe, braune oder rötliche Nadeln entdecken konnte.
Besonders die strohgelben, an blondes Haar erinnernden Nadeln nannte man "Venushaar", als ob eine Strähne vom Haar der Liebesgöttin, in Bergkristall eingeschlossen, verewigt worden wäre.

In vielen Sagen und Märchen findet sich das Motiv der in Kristall eingeschlossenen Haarsträhne der Liebsten, Königin oder Göttin, die Glück bringen sollte.

Ganz natürlich wurde dieses Motiv dann auf in der Natur gefundene "haargefüllte" Bergkristalle übertragen, deren Entstehung man sich nicht erklären konnte.

Obwohl man heute die Erkenntnis hat, daß es sich um Rutileinschlüsse in Bergkristall handelt, ist immer noch ein Teil der Faszination geblieben,
sonst wären diese Stufen nicht so begehrt.

   






 






  tafeliger Bergkristall als Kluftausfüllung,
mit Turmalin- Einschlüssen.

*** Bergkristallgröße: 60 x 30 mm, 14 mm dick,

*** Der Doppelender Bergkristall ist durchscheinend,
die Prismen-flächen sind quergestreift,
die Kluftansatz-Prismenfläche ist gefenstert.

*** Grüne und grünrote längsgestreifte Turmalinkristalle
sind ein- und aufgewachsen. Der größte mißt in der
c-Achse 25 mm, bei horizontalen Achsen von 10 mm.



Querschnitt des größten Turmalins ist zonar grün/rot gefärbt.






 





  Trübquarzkristall mit Turmalineinschluss.

*** Durchsichtiger rosaroter Turmalin (Elbait)
von 10 mm Länge und 6 mm Durchmesser ist
halb in der Kopffläche eines milchig-grauen Quarzkristalls eingebettet.
Prismenflächen des Turmalin mit Vertikalstreifung;

*** Größe des kurzprismatischen Quarzkristalls
26 mm Höhe der c-Achse,
horizontale Achsen 45, 41, 37 mm.

Untere Fläche des Bergkristalls wird fast voll von
einem Negativabdruck eines Turmalinkristalls mit typischer Querstreifung eingenommen.











   
 

Rauchquarz mit Einschlüssen und Aufwachsungen
von Mandarin-Granat-Spessartin:

*** Langprismatischer Einzelkristall im Dauphine-Habitus.

*** Größe: 42 mm in der c-Achse,
12 mm in den horizontalen Achsen.

*** Farbe: durchscheinend, rauchzart.

*** Der Kristall zeigt Wachstumsstörungen mit
auf- und eingewachsenen durchsichtigen Granat
Spessartin-Kristallen Mn3Al2(SiO4)3 in tieforanger Farbe
und in Größen bis zu 5 mm.

Auf den Prismenflächen des Mutterkristalls sind auch
Negativeindrücke von Spessartinkristallen sichtbar.

*** Vorkommen und Entstehung:
Syngenetische Pegmatite haben (nach OTTENS 2003)
im Fundgebiet viele Stufen mit Quarzkristallen erbracht.
Diese sitzen üblicherweise als Rauchquarz auf einer
Matrix aus weißem Feldspat.
Zahlreiche Stufen weisen auf-als auch eingewachsene
gut ausgebildete, orange bis rotbraun gefärbte, bis zu
3 mm große Ikositetraeder von Granat-Spessartin in
Mandarin-Qualität auf.











 




  Rauchquarz mit diversen Einschlüssen und Aufwachsungen als wasserklarer langprismatischer Kristall im Bambergerhabitus:

*** Größe: 56 mm in der c-Achse,
11-10 mm in den horizontalen Achsen.

*** obere Hälfte zartrauchfarben, untere Hälfte ungefärbt.

*** Der Kristall ist auf einem Sockel aus
Orthoklas-Mikrolin K[AlSi3O8] und
Ägirin NaFe3+ [Si2O6] - Kristallen aufgewachsen.

*** Der Kristall ist gut an seinen Kopf-Flächen als "Rechtsquarz" zu identifizieren mit der Formenkombination
… m = hexagonales Prisma,
… r = positives Hauptrhomboeder,
… z = negatives Nebenrhomboeder,
… s' = rechte Bipyramide,
… x' = rechtes positives Trapezoeder.


*** Auf dem Kristall befinden sich Aufwachsungen von

… blaugrünen Ägirinkristallen,

… farblosen wasserklaren Messerquarzkristallen einer von ihnen hat einen Orthoklas-Mikrolin-Kristall aufgespießt.

… schwarzen Hämatitrosen Fe2O3 die teilweise in bräunlichen Limonit Fe2O3 · n H2O umgewandelt sind.



*** Als Einschlüsse im Kristall sind zu erkennen:

… im unteren und mittleren Teil als seltene
Beryll-Silikat-Kristalle weißer Epididymit und Eudidymit HNa[BeSi3O8],

… grünbraune Ägirinkristalle NaFe3+ [Si2O6],

… goldfarbene bis rötliche Rutilnadeln TiO3 ,

… grüner Pyrochlor ( Na,Ca….)2 (Nb,Ti)2O6[F,Oh]
in Form von Schlieren und Kriställchen.

   





 






Kristallgruppe aus orangen Trübquarz.

*** Größe der Stufe: 45 mm in der c-Achse,
45 mm breit, 35 mm hoch.

*** größter Einzelkristall: 45mm in der c-Achse,
24 x 18 mm horizontal.

*** trigonal schön ausgebildete Milchquarz-Einzelkristalle.

*** aparte orange Färbung durch Manganeinschlüsse.

   







  Allgemeines zum Typ Suttroper Quarz.

Am Nordrand des rechtsrheinischen Schiefergebirges, in der Gegend
Suttrop-Warstein im Sauerland, werden im Bereich von Karbonatgesteinen ungewöhnliche Quarzbildungen gefunden.
Unter der Bezeichnung "Suttroper Quarze" gelangten diese in viele Sammlungen.

Es sind dies Doppelender von l bis 5 cm Länge mit pseudohexagonalem Habitus. Akzessorische Flächen fehlen diesen undurchsichtig trübweißen
bis gelblichen Kristallen immer.

Diese Quarze wurden von BEHR et al. (1979) und BEHR und HÖRN (1983)
untersucht und beschrieben.

Suttroper Quarze wurden nach BEHR (1979) frühestens im oberen Mittel-Devon gebildet. Das Kristallwachstum begann bei ca. 100° C, in manchen Fällen von
einem präexistenten authigenen Quarzkristall aus, was aber nicht typisch ist (SCHAEFFER, 1984). Durch Zufuhr hydrothermaler sulfatreicher Wässer
wuchsen die Quarze während der variskischen Metamorphose, bei ansteigenden Temperaturen, die in der letzten Wachstumsphase etwa 300° C erreichten.


Die Kristalle zeigen einen Zonarbau parallel zu den homboederflächen, der
auf rhythmisch ändernde Wachstumsbedingungen hindeutet.
Die milchige Trübung der Kristalle ist auf Anhydriteinschlüsse zurückzuführen,
die den sulfatreichen Salinarwässern entstammen.
Da die Löslichkeit von Anhydrit, im Gegensatz zu den meisten Mineralsubstanzen,
mit steigender Temperatur abnimmt, begünstigte der Temperaturanstieg die Anhydritausscheidung, die in zonarer Anordnung erfolgte.
Die Kristalle schlossen bis 3 Gew.% Anhydrit ein, der teils orientiert im Quarz liegt (KORITNIG, 1961).
Später wurde der Anhydrit zu einem großen Teil wieder ausgelaugt, so dass die
Dichte dieser Quarze bei 2,3-2,5 liegt (reiner Quarz 2,65).

Neben geringen Anteilen an anderen Fremdmineralien schlossen die
Suttroper Quarze sehr hohe Anteile an fluiden Einschlüssen ein, die
auf ein rasches Wachstum schließen lassen.
Die Kristalle sind zudem stets intensiv verzwillingt.

Bei der Gesteinsverwitterung wurden Suttroper Quarze infolge ihrer Verwitterungsbeständigkeit auf "sekundären Lagerstätten" angereichert.
Man findet sie daher in kretazischen glaukonitreichen Sandsteinen
und Mergeln, wie auch in pleistozänen und rezenten Mergeln
(SCHAEFFER, 1984).

Suttroper Quarz mit Einschluß von Anhydrit.

*** Der scharfkantige Kristall mißt in der c-Achse 31 mm,
in den horizontalen Achsen 15 u 16 mm.

*** Er zeigt Negativabdrücke von ausgelaugten Anhydritkristallen.

*** Die Farbe ist undurchsichtig gelblichweiß.

*** Die Prismenflächen zeigen Damaszierung, d.h. das schräg einfallende Licht wird unterschiedlich reflektiert, so daß sich die Umrisse der Zwillungsbildung erkennen lassen.





 









  Einschluss von Quarz und Aventurin in Fuchsit.

*** Ein ungewöhnliches Fundstück zur Genese von Anventurin.

*** Ein Handstück Fuchsit von 94 x 70 x 60 mm Größe
sieht außen typisch schuppig, blätterig, smaragdgrün
aus (mit Härte 2 ½).

*** es zeigt nach dem Anschliff im Inneren Quarz-Schnüre
und -Nester die als Chalcedon-Aventurin (mit Härte 7)
ausgebildet sind.

***Der Fuchsit ist also innen stark silifiziert und zeigt
an den Quarzgrenzstellen eine auffällige Verdrängungsstruktur.




Allgemeines zum FUCHSIT.

VIII - Schichtsilikate (Glimmergruppe) K(Al,Cr)2[(OH,F)2lAlSi3O10]
Kristallsystem: monoklin

Aussehen:
Blättchen oder schuppige, mehr oder weniger intensiv smaragdgrüne Aggregate.

Eigenschaften:
Da Fuchsit die chromhaltige Varietät von Muskovit bildet, ist seine Härte
ebenfalls 2 ½,er ist leicht und vollkommen, jedoch nicht in großen,
durchsichtigen Blättern spaltbar, und immer nur durchscheinend.

Entstehung und Vorkommen: kommt in den Schiefern mittleren Grades zusammen mit Biotit vor; außerdem in metamorphem Dolomit oder in kalkhaltigen Schiefern, wo er auf das Vorhandensein von Peridot oder Serpentin hinweist.

   








 

Bergkristall mit Fluid- Bitumen-Erdöl -Einschlüssen (Stinkquarz).

*** wasserklarer langprismatischer Doppelender-Kristall.
Flächenarm gut ausgebildet mit hexagonalem Aussehen durch polysynthetische Verzwillingung nach dem Brasilianergesetz.

*** Größe: in der c-Achse 21 mm lang,
9, 9, 7 mm in horizontalen Achsen.

*** ein 4 mm langer, wurmartiger schwarzer Bitumeneinschluß
ist in der Kristallmitte schon makroskopisch zu erkennen.

*** im oberen Drittel, durch rote Punkte markiert, kurz unter den Rhomboederflächen, sind zwei Hohlräume makroskopisch (besser unter 7facher Lupe) zu sehen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind.
In der Flüssigkeit schwimmt beweglich jeweils ein Tröpfchen Erdöl.
Sehr schöne so genannte "Libellen" wie an Wasserwaagen.

*** weitere Einschlüsse als Schlieren und Negativquarzkristalle.









 









  Bergkristall mit Einschluß von Fuchsit.



Grünquarz als Phantom gefärbt durch Fuchsit
K(Al,Cr)2[(OH,F)2|AlSi3O10 ]
= smaragdgrüne chromhaltige Varietät
von Muskovit (weißer Glimmer).

*** Einzelkristall mit steilen Rhomboedern.

*** Größe: 27 mm in der c-Achse. 11 x 10 mm horizontal.

   









 

Quarzkristalle mit Einschlüsen von Krokydolith.

*** Ein 50 x 30 x 30 mm großes Handstück
aus feinkörnigen kalk-und eisenhaltigem Skarn
(kontaktmetamorphes metasomatisches Gestein)
zeigt eine Kluftausfüllung mit Blauquarz(Saphirquarz).

*** Die durchsichtigen Quarzkristalle sind von
eingeschlossenen Krokydolithfasern (Riebeckit)
Na2Fe"Fe'''[(OH) I Si4O11]2 indigoblau gefärbt.

*** Auf den Blauquarzkristallen sind einige bis
zu 3 mm große hübsche Hämatit-Eisenrosen (Fe2O3) kristallisiert. Zwischen den Quarzkristallen ein Rasen
mit Büscheln aus weißen Natrolith- Kristallnadeln.

   














 




Quarz mit Einschlüssen von Hämatit und Mangan.

Die Vergrößerung zeigt das herausgesägte Zentrum
einer Chalcedon-Achatmandel.
Mittig ist die Geoden- Endausfüllung mit feinkristallinem grauweißem Chalzedon zu sehen, der von bäumchenförmigen schwarzen Mangan-Dendriten übersät ist die aus Haarrissen auskristallisiert sind.

Die Umgebung des Zentrums ist ebenfalls feinkristalliner Chalcedon der wolkige Einfärbungen in Brauntönen enthält,
die durch das Eindringen von eisenhaltigen Lösungen auf feinen Haarrissen entstanden sind.
Zwei knollige Ausbildungen im Bild sind durch Hämatit dunkelbraun und eine (ganz rechts) schwarz durch Mangan gefärbt.

So ist ein Landschaftsachat entstanden.

*** EIN kleines aber reizvolles Schmuckstück!

*** Größe nur: 35 mm hoch, 17 mm breit, 4 mm dick

*** Das Bild des geschliffenen und polierten Stückes
erinnert an eine bäuerliche Landschaft.
Von unten schwingt sich ein Feldweg durch den Acker bis
zum steil aufragenden Horizont auf dem ein Bauernhof
und niedrige Gewächse aufsitzen.
Rechts auf dem Acker ist eine Strohmiete zu deuten.
Neben der rechten Seite des Anwesens ragt ein mächtiger Baum in den Himmel.
Drohendes Gewölk ist oben und rechts zu deuten.

*** Ränder und Rückseite der Scheibe eingefasst mit 0,5 mm starkem Kupferblech das noch Spuren einer ursprünglichen Vergoldung (besonders erkennbar am Ösenteil) aufweist.

















 
Quarz mit Einschluß von Mangan.

*** Eine wasserklare Chalcedonlage eines Achates
ist zu einer Tafel geschliffen um Sicht auf die eingeschlossenen Dendriten aus Manganoxid frei
zu legen.

*** Eine Fläche sehr sauber geschliffen und poliert.

*** Größe: 43 x 30 mm, 2-10 mm Dicke.

*** An der Basis ist die Bildung die kugelige
Chalcedonausbildung zu erkennen, aus der die Achatlagen entstehen können.











 









  Bergkristallgruppe mit Einschlüssen von Rutil.


*** Größe der zinnenartige Stufe:
48 x 45 mm, 40 mm hoch.

*** Größe der Einzelkristalle maximal
40 mm in der c-Achse und
16 mm in den horizontalen Achsen.

*** In den Kristallen sind Rutilnadeln ausgebildet.

*** Die untere Hälfte der Einzelkristalle ist leicht milchig,
und nur die obere ist wasserklar farblos.
Im Übergang der milchigen in die wasserklare Zone
sind Wachstumsstörungen überwiegend an den
Prismen stark ausgeprägt.

*** Auf einer Prismenfläche von 17 x 14 mm hat sich
ein reizvolles "Rutil-Netz" als Sagenitgitter nach
primärem Ilmenit ausgebildet.
Die bis 1mm starken Kristalle erscheinen grau mit
metallischem Glanz.

   








   


Allgemeines zur Moosachatstruktur.

Nach RYKART (1990) ist Moosachat eine Bezeichnung aus der Antike
für nicht gebänderten, ziemlich durchsichtigen bis milchig trüben Chalcedon, in welchem ein Gewirr grüner Fäden vorhanden ist.

Nach SCHLQSSMACHER (1965), schließen Moosachate Hornblendefasern ein ein Kettensilikat der Amphibolgruppe (Ca,Na,K)2-3(Mg,Fe´´,Fe´´´,Al)5 (OH,F)2 (Si,Al)2 O22 ,
nach BANK (1994) Eisen-Mangan-Oxide oder Hydroxide.

LANDMESSER (1984) bezeichnet auch die nicht gebänderten, fremdmineralreichen, bodensatzartigen Anteile in Achaten als Moosachatstrukturen. Er sagt:

Mitunter durchziehen röhrenförmige, in der Regel gebogene, oft verzweigte Gebilde
mit rundlichen Querschnitten den Achat.
Solche Achate werden seit langem als "Moosachate" bezeichnet.
Die Röhren können entsprechend "Moosachat-Struktur" genannt werden.

Die meisten Moosachatröhrchen sind wohl anorganisch entstanden -
als Silicatgewächs-ähnliche Membranbildungen im kolloiden System (Sol) des entstehenden Achats.

Silicatgewächse waren unter der Bezeichnung "Marsbaum" oder
auch "neuer Marsbaum" schon in der Spätphase der Alchemie
(Ende des 18. Jahrhunderts) bekannt.


  Quarz mit Einschlüssen von Hornblendefasern
=
Kettensilikat der Amphibolgruppe
(Ca,Na,K)2-3(Mg,Fe´´,Fe´´´,Al)5 (OH,F)2 (Si,Al)2 O22 ,


*** Größe : Bruchstück 65 x 50 mm , 20 mm dick.

*** Nur eine große Fläche geschliffen und poliert.

*** Grundmasse : bläulicher dichter Chalcedon mit
feinkristallinen makroskopischen " Quarz-Inseln" und
kleinen Drusen die mit winzigen Bergkristallen
ausgekleidet sind .

*** Die grünen Einschlüsse nehmen einen erstaunlich
hohen Anteil (mindestens 40%) der Gesamtstruktur
ein; sie haben einen dichten, fast wolkigen Habitus,
zeigen aber unter der Lupe Röhren und Fädchen.

   






 

Quarz mit Einschlüssen von Hornblendefasern
=
Kettensilikat der Amphibolgruppe
(Ca,Na,K)2-3(Mg,Fe´´,Fe´´´,Al)5 (OH,F)2 (Si,Al)2 O22 ,


*** Größe:
größte Oberfläche 50 x 38 mm, 20 mm dick,
Seiten zum Dreieck geschliffen; ergeben
dreieckige Stirnflächen mit rund 27 mm Seitenlängen.

*** 3 große und 1 Stirnseite geschliffen,
größte Fläche poliert.

*** Grundmasse: 60 % bläulicher Chalcedon,
30 % grobkristalliner Quarz

*** Die grünen Einschlüsse sind moosgrün, sehr zart
in der zum Teil "garbenartigen" Ausbildung.
Auch einige rostrote wolkige Hämatiteinschlüsse
sind im Chalcedon zu sehen.

*** Im grobkristallinen Teil sind 3 Resthohlräume mit
Bergkristallrasen ausgekleidet - mit sehr hübschen wasserklaren Mini-Kristallen.

   





  Moosachat als Ringstein (rechts):

*** Größe: 15 x 15 mm, max. 3 mm dick,

*** Konvex geschliffen (erhaben, nach außen gewölbt)
Kanten schräg angeschliffen .

*** durchscheinender bläulicher Chalcedon als
Grundmasse.

*** Grüne Einschlüsse mit sehr klaren Konturen in
hellen Farbtönen.
Einige rostrote wolkige Hämatiteinschlüsse erhöhen
den optischen Reiz dieses Schmuckstückes.

Moosachat als Broschenstein (links):

*** Größe: 49 x 30 mm, max. 5 mm dick,

*** konvex geschliffen (erhaben, nach außen gewölbt),
Kanten schräg abgerundet.

*** durchsichtiger klarer Chalcedon als Grundmasse.

*** Grüne Einschlüsse mit sehr klaren Konturen in hellen und dunklen Farbtönen.
Der optischen Reiz dieses Schmuckstückes wird erhöht durch den bildhaften Eindruck eines eingeschlossenen Bäumchen.



     
   







  Bergkristall mit Fluid-Einschlüssen.

*** kurzprismatischer, ideal kristallisierter Kristall,

*** wasserklar durchsichtig,

*** Größe: 32 mm in der C-Achse, 22 mm in den
horizontalen Achsen,

*** in der oberen Hälfte des Kristalles befinden sich
als syngenetische Einschlüsse, parallel zu den
Rhomboederflächen r und z angeordnete, längliche
Hohlräume mit abgerundeten Kanten.
In den Hohlräumen bewegen sich Flüssigkeiten mit
Gasblasen.
Die Flüssigkeit irisiert im Sonnenlicht, aus ihr tritt
das gebrochene Sonnenlicht zerlegt in die Regenbogenfarben über die Prismenflächen des Kristalles aus.

*** Als weitere Einschlüsse schweben winzige, bis
zu 2 mm große Quarzkristalle in den wasserklaren Quarz,
sie sind alle zur c-Achse des Mutterkristalles orientiert.

*** An einer Stelle ist von der Unterlage aus auf der sich später der Quarzkristall bildete, Blätterspat (Calcit,
CaCO3) parallel zur Rhomboeder-Nebenfläche z,
präexistent kristallisiert, das heißt, später vom Quarz
umwachsen- er ragt von der Wurzelzone des Quarzkristalles
in diesen hinein.
Die Anwachsstelle des Blätterspates ist, wahrscheinlich
bei der Kristall-Bergung, freigebrochen worden - aus ihr
ist der Blätterspat herausgewittert.








 








  Bergkristall mit Fluid-Einschlüssen.

*** langprismatischer, ideal kristallisierter Kristall,

*** wasserklar durchsichtig,

*** Die Quarzkristallflächen sind natürlich angeätzt
und dadurch leicht getrübt, aber angefeuchtet werden
sie durchsichtig.

*** Größe: 30 mm in der C-Achse, 15 mm in den
horizontalen Achsen.

*** An der Kristallspitze ist eine "Zinnenbildung"
durch Weglösung vorher den Quarz bedeckenden Mineralien.

*** In der oberen Kristallhälfte befinden sich
vier bis zu 4 mm große Fluid-Einschlüsse
(Flüssigkeit+Gasbläschen), rot markiert.

*** In der unteren Kristallhälfte sind, neben
Quarzkriställchen, unzählige Gasbläschen eingeschlossen, diese bilden teilweise einen regelrechten "Bläschenschaum".
Zur Abbruchstelle zu wird der Quarz durch
Gasbläschen milchig eingetrübt.

   








  Bergkristall mit Gasbläschen-Einschlüssen.

*** Aus einer Verwachsung mehrerer Milchquarzkristalle wächst im Winkel von 24 Grad ein kurzprismatischer Quarzkristall in idealer Kristallform.
Nur der untere Teil ist durch Gas- und Flüssigkeits-Einschlüsse getrübt, der überwiegende Teil ist als wasserklarer Bergkristall ausgebildet.


*** Größe: 35 mm in der C-Achse,
20 und 17 mm in den horizontalen Achsen.


*** In der unteren Kristallhälfte sind, neben Quarzkriställchen, unzählige Gasbläschen eingeschlossen, diese bilden teilweise einen regelrechten Bläschenschaum".

   








  Bergkristall mit Einschlüssen von Anhydrit.

*** Größe des Kristalls:
35 mm in der c-Achse, 17 x 16 mm horizontale Achsen.

*** im wasserklaren Bergkristall sind die unteren
zwei Drittel als Kristallphantom ausgebildet.
Auf diesem älteren (kleineren) Kristall haben sich
syngenetisch auf den Prismenflächen gröbere und
auf den Kopfflächen feinkristallinere Kristalle von
Anhydrit während der Wachstumsphase abgesetzt.

Diese zonaren Feststoffabsetzungen wechselten
periodisch mit dem Wachstum von wasserklarem
SiO2 ab, bis sie im oberen Kristalldrittel ganz
versiegten weil sich die Lösung endgültig ohne
Fremdstoffe stabilisierte.

*** Die Basis des Kristalls wurde plan angeschliffen,
wahrscheinlich um eine bessere Standfestigkeit
zu erzeugen.

   





 


Bergkristall mit Einschlüssen von Blätterspat und
Quarzkristallen.



*** kurzprismatischer, leicht verzerrter kristallisierter
Kristall,

*** Grundkörper wasserklar durchsichtig,
im Zentrum amethystfarben,

*** Größe: 31 mm in der C-Achse,
22 und 30 mm in den horizontalen Achsen,

*** In der Kristallmitte ist durch natürliche radioaktive
Strahlung auf den Gitterplätzen von Fe-Ionen
vierwertiges Eisen Fe4+ entstanden, das nun über
die optische Absorption zur Amethystfärbung führte.

*** Im wasserklaren Grundkörper des Quarzes sind
unter der Lupe winzige scheinbar schwebende
Kriställchen zu erkennen, daneben sind, schon
makroskopisch zu sehen, "eisbergartige" bizarre
Quarzkristallisationen eingeschlossen.
Nur an einer Stelle (roter Punkt) ist ein Fluid-Einschluß vorhanden.

*** Der Quarzkristall hat präexistenten
Blätterspat (CaCO3) fast vollständig eingehüllt,
nur an drei Stellen liegt dieser noch frei.

*** An drei Kristallflächen des Quarzkristalles haben
sich Fenster gebildet, auf anderen befinden sich
zarte schwarze Mangandendriten

   





  Quarzgeode mit seltenen Einschlüssen.


Eine Quarzgeode ist etwa mittig aufgesägt.
Die Schnittfläche ist geschliffen und poliert.

*** Abmessungen:
-- außen 80 x 48 mm, 43 mm Tiefe,
-- der Resthohlraum mißt 46 x 21 mm und hat eine
Tiefe von 20 mm.

*** Kristallisationen der Geode:

-- die 4 mm starke Geodenrinde beginnt mit bräunlichem Anhydrit (CaSO4) aus dem milchige Gipsnadeln
(CaSO4 . 2H2O) herauswachsen, die von einer 2 mm dicken wasserklaren Chalcedonlage bedeckt werden.

Gips als Einschluß in Quarz ist als große Rarität zu betrachten und
sein Zusammenvorkommen mit Anhydrit, als Umsetzungsprodukt
nach diesem primären Sulfat, durchaus zu erwarten.

-- es folgen 8 hauchdünne Chalcedonlagen die im Wechsel milchighell und wasserklar ausgebildet sind.

-- danach folgt eine grobkristalline Ausbildung von wasserklaren Quarzkristallen die nach dem Gesetz
der geometrischen Auswahl kristallisiert sind.
Die Kopfflächen der Kristalle zeigen eine
trigonal-trapezoedrische Ausbildung.

-- In den Kristallköpfen sind Einschlüsse des
Blei/Antimon-Erzes "Boulangerit" (Pb5Sb4S11)
sehr gut zu erkennen.
Das Erz ist in Igelform nadelig mit schwarz-bräunlicher Färbung ausgebildet

Boulangerit wird bisher nur als seltener Einschluß in
größeren Einzel-Quarzkristallen beschrieben.



   




  Bergkristall mit Mehrfach- Phantombildung
und Einschluß von Calcit-Täfelchen.

*** In einem wasserklaren Bergkristall sind während des
Gesamt- Wachstums auf den jeweiligen Kopfflächen
periodisch Calcite auskristallisiert und haben so mehrere Phantombilder gestaltet.
Die Calcitausscheidungen sind teilweise tafelig nach der
Basis (0001) kristallisiert und völlig im wasserklaren Quarz eingeschlossen.

***Im unteren Teil des Kristalles schweben durch Hämatit rötlich gefärbte Calcit-Skalenoeder-Kristalle (linkes Bild).

Das Quarzgebilde drängt einen Vergleich mit den oben schon
beschriebenen drei Quarzkristallen auf, die bisher unbekannte
Wachstumsstörungen mit rillenartigen Einschnürungen aufweisen.
Der Erklärungsversuch, daß diese Quarzkristalle zusammen
mit Blättchen von Fremdstoffen aufwuchsen die nicht völlig vom Quarz umhüllt werden konnten und nach deren späterer Auflösung die Rillen zurückblieben, könnte an diesem Kristall erhärtet werden.
Wäre hier dem Quarz nicht die völlige Umhüllung der Fremdstoffe gelungen, wäre ihm wahrscheinlich eine
ähnliche Rillenbildung als Wachstumsstörung widerfahren
wie den drei Quarzkristallen

   
     
     











  Einschlüsse in zwei facettierten Bergkristallen.

oberes Bild:

*** 8,5 mm grosser Rutilstern im wasserklarem Quarz
freigeschliffen.

*** Schliffart : Brillantschliff,
*** schlifform: rund.



Rutilstern als Kristallstufe





unteres Bild:

*** ein 1,5 mm grosser Markasitkristtall im wasserklaren Quarz freigeschliffen.

*** Grösse 11 mm.

*** Schliffart : Brillantschliff,
*** schlifform: Triangel.


 



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