noch
Quarzzauber.
Exkurs zu
allochromatischen (fremdgefärbten Quarzen).


Zu den Bildern der Varietäten können Sie durch Anklicken der Position in folgender Auflistung verzweigen.

Allgemeines
Saphirquarz oder Blauquarz

Aventurin
Eisenkiesel
Prasem
Falkenauge
Tigerauge
Tigereisen
Katzenauge
Milchquarz
gemeiner Quarz
 
   
weiter lesen " authigene Quarze"  


Allgemeines zu fremdgefärbten Mineralen.

Allochromatisch nennt man ein Mineral, dessen Farbe von einer fremden, ihm beigemengter Substanz herrührt.

Allochromatische Farbvarianten des Quarzes.

Saphirquarz oder Blauquarz
ist ein undurchsichtiger, trübblauer Quarz dessen Färbung durch eingeschlossene
feinste Krokydolithnädelchen oder seltener durch Rutilnädelchen hervorgerufen wird.

Aventurin
ist ein durch Einschlüsse von Chrom-Glimmerschüppchen oder Eisenglanzpartikeln
grün bis rotbräunlich schimmernder Quarz.

Eisenkiesel
nennt man den vorwiegend in Sedimentgesteinen auftretenden grobkristallinen Quarz,
der durch Einschlüsse von Eisenoxidhydrat oder Eisenoxid gelbbraun bis rotbraun gefärbt ist.

Prasem
ist durch eingeschlossene Aktinolithnadeln lauchgrün gefärbter Quarz.

Falkenauge ist ein blaugrauer, seidenglänzender feinstkörniger Quarz mit
wogendem Lichtschein.
Durch Verkieselung mit Krokydolith-Riebeckit gefärbt.

Tigerauge
ist goldgelb, seidenglänzend und geht aus Falkenauge hervor.
Krokydolithfasern nur noch als Quarz-Pseudomorphosen und neu
gebildetem Eisenoxihydroxid Fe OOH vorhanden.

Tigereisen
ist durch in Roteisenstein eingebettete Hornblende, die durch Kieselsäure
ersetzt wurde dem Tigerauge ähnlich gestaltet.

Katzenauge
ist durch parallelfaserige oder stengelige Hornblende trüb-graugrün gefärbt
und zeigt Chatoyieren (Katzenaugeneffekt).

Stinkquarz
ist ein bitumenhaltiger Quarz, der beim Zerkleinern brenzlig riecht.

Schwefelquarz
ist blass-schwefelgelber Quarz, der elementaren Schwefel in feinster Verteilung einschließt.

Milchquarz
ist ein milchigtrüber Quarz, der durch verschiedene Ursachen undurchsichtig ist.
Meist sind dies kleinste Flüssigkeitseinschlüsse, doch können auch feinstverteilte
Fremdmineralien oder feinste Risse die Trübungen verursachen.

gemeiner Quarz
ist stark trübe, halbdurchsichtig oder undurchsichtig als Kristall oder derbe Masse.
Die Farben variieren zwischen weiß, grau, rötlich, gelblich, grünlich und bläulich.

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Blauquarz (Saphirquarz)
mit ungewöhnlich intensiver Färbung.

*** ein als Skelettquarz ausgebildeter Hauptkristall mißt
in der c-Achse 70 mm und horizontal 25 mm.
Er weist, besonders an seinen Prismenflächen, starke
Wachstumsstörungen auf.
Zahlreiche kleinere Kristalle im Bamberger-Habitus
sitzen in der c-Achse in zwei Richtungen auf.

*** Während der Mutterkristall durch ein dichtes Gefüge
von eingeschlossenen Krokydolithfasern (Riebeckit)
undurchsichtig trübdunkelblau gefärbt wird, werden die
kleineren Kristalle zu ihren Köpfen hin hellblauer bis
farblos und durchsichtig - sie lassen deutlich die
eingeschlossenen Fasern erkennen.

*** An zwei Ansatzstellen des Hauptkristalls zum
Nebengestein sind die Quarzkristalle wasserklar und
ohne Einschlüsse.

*** Ein sehr schönes Belegstück zur Blauquarzgenese.

 

   







 




Blauquarz (Saphirquarz)

*** Ein 50 x 30 x 30 mm großes Handstück aus
feinkörnigen kalk-und eisenhaltigem Skarn
(kontaktmetamorphes metasomatisches Gestein)
zeigt eine Kluftausfüllung mit Blauquarz.

*** Die durchsichtigen Quarzkristalle sind von
eingeschlossenen Krokydolithfasern (Riebeckit)
Na2Fe"Fe'''[(OH) / Si4O11]2 indigoblau gefärbt.

   








  Blauquarz (Saphirquarz)
mit ungewöhnlich intensiver Färbung.

*** ein Kristall mißt in der c-Achse 35 mm und
horizontal 25 mm. Er weist, besonders an seinen
quergestreiften Prismenflächen, Wachstumsstörungen auf.
An einer Prismenfläche sind zwei Negativeindrücke
von Wurzelquarz-Ansätzen erkennbar.

*** Intensive Blaufärbung des Kristalles durch
Einschluß feinster Turmalinnädelchen.

   








  Blauquarz (Saphirquarz)
mit ungewöhnlich intensiver Färbung.

*** ein getrommeltes Kristall-Bruchstück
mißt 41 x 32 x 21 mm.

*** Intensive Blaufärbung des Kristalles durch
Einschluß von Dumortierit Al7[O 3 / BO3/ (SiO4)3]

*** Sehr zarte Leistchen, gröbere Einschlüsse und
faserig-strahlige Aggregate des Insel-Silikates
Dumortierit geben dem Quarz eine deutliche Färbung
und machen ihn zu einem der seltenen Blauquarze.

   









 


Lazulithquarzit.

Quarzkörner eng verzahnt mit Lazulith und Turmalin.

*** Stufengröße: 81 x 78 x 30 mmm.

*** Das Phosphatmineral Lazulith (Mg,Fe)Al2[OH | PO4]2
ist im Quarz in bis zu 1 mm großen, rundlichen
Körnchen und Blättchen so dicht eingelagert, daß
ein deutlich blauer Farbeindruck des Quarzes resultiert.

 

*** Eine Stirnseite geschliffen und poliert.





   













 




Lazulithquarzit.

Quarzkörner eng verzahnt mit Lazulith.

*** Stufengröße: 120 x 110x37 mmm.

*** Das Phosphatmineral (Mg,Fe)Al2[OH | P04]2
ist im Quarz in rundlichen Körnchen und Blättchen so
dicht eingelagert, daß ein deutlich blauer Farbeindruck
des Quarzes resultiert.

*** In der feinkristallinen bläulichen Quarzitgrundmasse
haben sich bis zu 1 mm starke schlierige Schichten
aus intensiv blau leuchtendem Lazulith parallel
zueinander ausgebildet, deren Umgebung heller -
wie farblich ausgelaugt - wirken.
Ein bohnengroßer Einschluß eines weißen
Phosphatminerals wirkt in der Mitte der Stufe als
Störung zwischen zwei Luzulithschichten.


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Allgemeines zum Aventurinquarz.

Schwach kantendurchscheinendes Quarzgestein,
das durch Einlagerung kleinster, blättchenförmiger Fremdmineralien einen schillernden Glanz zeigt, der als Aventurisieren (Glitzereffekt durch Reflexion
des Lichtes an eingeschlossenen metallisch-glänzenden Mineralplättchen) bezeichnet wird.

Der Name stammt von "a ventura" (durch Zufall), weil
ein ähnlicher Effekt bei einem Glas aus Murano bei
Venedig durch Zufall produziert wurde, als Kupferflitterchen
in die Glasschmelze fielen (dieses Glas wird auch als
Goldfluß bezeichnet).

Braunrot schillernder Aventurinquarz schließt Hämatitschüppchen Fe2O3 (Eisenglimmer) ein,
er kann auch rote Lepidokrokit-Einlagerungen enthalten.

Roter Aventurinquarz entsteht sehr selten durch Alurgit
(eine durch Manganionen gefärbte Hellglimmer- Variante von Muskowit).

Gelblich schillernder Aventurin schließt Glimmerschüppchen ein.

Grünlich schillernder Aventurin schließt Chromglimmer (Fuchsit) K(Al,Cr)2[(OH,F)2 | AlSi3O]10 ein.

Ein grün schillernder Aventurinquarz, "Grönlandit" genannt,
repräsentiert mit einem Alter von
3 Milliarden Jahren den ältesten Edelstein unserer Erde.

 

 

Es gibt auch auch venturisierende gelbrote
Feldspäte (Na,Ca)[Al(Al,Si)2,SiO8]
(Aventurinfeldspat oder Sonnenstein genannt)
bei denen das Aventurisieren durch eingelagerte
feinste Hämatitschüppchen hervorgerufen wird.

Die Bezeichnung Sonnenstein für den Aventurinfeldspat
(KARSTENS 1804), der 1780 auf einer Insel im Weißen
Meer erstmals gefunden wurde, kam im Edelsteinhandel
auf und wurde von BREITHAUPT 1847 mineralogisch
verwendet.
Der Ausdruck Sonnenstein ist auf die gelbrote Farbe der,
das Licht sehr stark reflektierenden, hochlichtbrechenden
Hämatitplättchen zurückzuführen.

 

   





 


Aventurinquarz.

*** Schwach kantendurchscheinendes Quarzgestein,
das durch Einlagerung kleinster, blättchenförmiger
Fremdmaterialien einen schimmernden Glanz zeigt
der als "Aventurisieren" bezeichnet wird.

Grünlich schillernder Aventurin schließt Chromglimmer
(Fuchsit) ein = Schichtsilikat der Glimmergruppe
als chromhaltige Varietät von Muskovit
= K(Al,Cr)2 (OH,F)2 AlSi3O10

*** Größe : 50 x40 x 25 mm.

*** Eine Seitenkante angeschliffen.

*** Farbe hell- und dunkelmeergrün.


   




 


angeschliffener Aventurinquarz.

*** Schwach kantendurchscheinendes Quarzgestein,
das durch Einlagerung kleinster, blättchenförmiger
Fremdmineralien einen schillernden Glanz zeigt,
der als "Aventurisieren" bezeichnet wird.
Der grünlich schillernde Aventurin schließt
Chromglimmer (Fuchsit) ein
ein Schichtsilikat der Glimmergruppe als
chromhaltige Varietät von Muskovit
= K(Al,Cr)2 (OH,F)2 AlSi3O10

*** Größe : 26 x15 x 5 mm

*** 3 Kanten und Rückseite geschnitten, 1 Bruchkante

*** Oberfläche geschliffen und poliert

*** Farbe dunkelgrün und hellgrün im Wechsel

 



 



getrommeltes Bruchstück Aventurinquarz.
.
*** Größe : 15 x 11mm, 3 mm dick.

*** Farbe dunkelgrün und hellgrün in Schichten.

*** eine Kante ist ungefärbt wasserklar;
diese Schicht zeigt makroskopisch Einschlüsse von:
… goldbraunen Goethit-Kristallbüscheln FeOOH,
… weißen Cristobalit-Kügelchen (Sphärolithe) SiO2









   




 

geschliffener Aventurinquarz.

*** 40 x 30 mm, 6 mm hoch.

*** oval geschliffene Scheibe,
Kante mit abgerundeter Fase.

*** durchscheinend mit dunkelgrünem Schiller.




   





 








Aventurinquarz in Fuchsit.

*** Ein Handstück Fuchsit von 94 x 70 x 60 mm Größe
sieht außen typisch schuppig, blätterig, smaragdgrün
aus ( Härte 2 ½),

***zeigt nach dem Anschliff im Inneren Quarz-Schnüre
und Nester die als Chalcedon-Aventurin (mit Härte )
ausgebildet sind.
Der Fuchsit ist also innen stark silifiziert und zeigt an den
Quarzgrenzstellen eine auffällige Verdrängungsstruktur.

   





 






roter Aventurin (Alurgit-Glimmerquarzit)

*** lebhaft pinkrotes Meta-Gestein
einem GREENSTONE BELT
lapponischen (2,4-2,2 Ga) Alters zugehörig.

*** Rote Färbung durch Alurgit
= ein durch Manganionen rot gefärbter Hellglimmer
( Variante von Muskowit);
sehr selten vorkommendes Mineral.

*** Größe 82 x 67 x 41 mm.

*** eine Stirnseite geschliffen und poliert.

 


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Allgemeines zu Eisenkiesel.
Eisenkiesel sind braunrote, braune, gelbbraune bis
ockerfarbige Quarzkristalle, die durch feinverteilte
Einschlüsse von Eisenoxid oder Eisenoxihydroxid
gefärbt sind, das bei höherem pH-Wert in kolloidaler
Form ausgefällt wurde.

Bekannt sind die kleinen, meist doppelendigen Eisenkiesel,
die in Gips- und Kalksteinen auch als sog. authigene
Quarze gebildet wurden.

 

 


gelber Eisenkiesel.

*** igelige Stufe: 50 x 50 mm, 45 mm hoch.

*** Die bis zu 3 mm großen langprismatischen
Quarzkristalle haben pseudohexagonale Ausbildung,
sie sitzen sehr lose auf und zwischen
spatigen Calcitkristallen.

*** gelbe Färbung durch Eisenoxihydroxide (FeOOH).

   




 


roter Eisenkiesel auf Fluorit.

*** Größe 60 x 60 mm, 18 mm hoch.

*** Die bis zu 5 mm hohen Quarzkristalle bilden
einen Rasen auf violettem Fluorit der als "Stinkspat"
ausgebildet ist.






   






 

roter Eisenkiesel auf Fluoritrosetten.

*** Stufengröße: 80 x 50 x 15 mm.

*** Die bis zu 3 mm großen Quarzkristalle haben
pseudohexagonale Ausbildung ohne Prismen,
sie bilden teilweise igelige Aggregate.

*** rote Färbung durch Eisenoxide (Fe2O3).

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Allgemeines zu Prasem.

Kann sein:

*** lauchgrüner Jaspis (kryptokristalliner, feinkörniger
Quarz mit vielen Farben und Texturen).

*** Bergkristall mit dichten Einlagerungen
von grünem Aktinolith (Strahlstein).

Im Subpolaren Ural in Rußland bildet feinfilziger Aktinolith
nicht selten so dichte Einlagerungen im Quarz, dass dieser
grün gefärbt erscheint, je nach Fe-Gehalt des Aktinolith
können manche Nädelchen auch ziemlich hell grün gefärbt
sein.

Einschlüsse von Aktinolith sind auch in Quarzen Pakistans
und Nepals keine Seltenheit.

Aktinolithischer Amphibol
(wie zum Beispiel Ferro-Aktinolith, Aktinolith, Tremolit)
wird auch immer wieder als wesentliche farbgebende
Komponente der dadurch graugrünen Prasem-Quarze
genannt.

Wunderschöner "Prasem" kommt seit kurzem auch aus
einem Skarnvorkommen {Kalksilikatfels) von
Sinerechenskoye bei Dalnegorsk in Russisch Fernost.

 

   





  Prasem.

*** Bruchstück stammt aus Skarnvorkommen
(Kalksilkatfels) Sinerechenskoye bei Dalnegorsk Rußland

*** Größe: 36 x 34 x 23 mm.

*** das getrommelte fast würfelige Stück zeigt

… eine "Fließstruktur" mit Anhydriteinschlüssen,

… intensive lauchgrüne Färbungen durch Aktinolith,
die in den einzelnen Lagen zwischen hell und dunkel
wechseln,

… als Ausfüllung in den offenen Berstrissen ist ein
grauer Anhydrit zu identifizieren, der feinste metallische
Flitter enthält und an der Oberfläche schwarze
Anlauffarbe aufweist.

   





  Prasem.

stammt aus Skarnvorkommen (Kalksilkatfels)
Sinerechenskoye bei Dalnegorsk Rußland

*** Größe: 80 x 50 x 9 mm dick.

*** Oberfläche geschliffen und poliert,
Unterseite nur gesägt.

*** Stück zeigt:

eine "schlierige Gesamtstruktur" mit Wechseln von
-- grünem Prasem und
-- weißem Anhydrit
die wie eine Marmorstruktur anmutet,

intensive lauchgrüne Prasemfärbungen, die in den
einzelnen Lagen zwischen dunklen und helleren
Farbtönen wechseln,

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Allgemeines zum Falkenauge.

Blaugrauer, seidenglänzender, feinstkörniger Quarz,
mit wogendem Lichtschein.

Bildete sich hydrothermal-metasomatisch durch
Verkieselung von Spaltenfüllungen mit parallelfaserigem
blauem Krokydolith (= faseriger Riebeckit) .

Zum RIEBECKIT:
Klasse VIII - Kettensilikate (Amphibolgruppe)
Na2Fe" Fe''' [(OH) / Si4O11]2
Kristallsystem: Monoklin.

Unregelmäßig prismatische, dunkelblaue oder schwarze
Kristalle; auch stengelige oder blättrige Aggregate;
faserige, asbestartige -Kristalle (Krokydolith) von
blauer Farbe und mit charakteristischem Schillern.

Als "Tigerauge" (Schmuckstein) ist pseudomorpher Quarz
nach Krokydolith im Handel; er schillert hübsch und ist
besonders hart.

 

   




 





Falkenauge.

*** Blaugrauer, seidenglänzender, feinstkörniger Quarz,
mit wogendem Lichtschein.

*** Bildete sich hydrothermal-metasomatisch durch
Verkieselung von Spaltenfüllungen mit
parallelfaserigem blauen Krokydolith, das ist ein
faseriger Riebeckit (Kettensilikat der Amphibolgruppe)
Na2Fe´´Fe2´´´ [(OH) Si4O11]2

*** Größe: 80 x 40 x 25 mm

*** eine Fläche geschliffen und poliert.

*** Auf der rohen Rückseite ist die gelbe Pseudomorphose
von Quarz nach Krokydolith schön erkennbar.
Dabei blieb die Faserstruktur erhalten und zum Quarz
kam neu gebildetes Eisenoxihydroxid FeOOH hinzu.





 

   













  Falkenauge.

*** getrommeltes Bruchstück

*** Größe : 30 x 18 x 11 mm




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Allgemeines zum Tigerauge.

Gelbbrauner bis goldgelber, seidenglänzender
feinstkörniger Quarz mit wogendem Lichtschein,
den man "Katzenaugeneffekt" oder "Chatoyance" nennt.

Tigerauge ging aus Falkenauge hervor.
Im Tigerauge sind die Krokydolithfasern nur noch als
Quarz-pseudomorphen (Quarz, pseudomorph nach
Krockydolith) und neu gebildeten Eisenoxihydroxid
FeOOH (Goethit), vorhanden.
Die Faserstruktur blieb erhalten.

Manche Stücke zeigen teils das Aussehen von Falkenauge
mit nicht umgewandeltem Krokydolith, teils das von
Tigerauge.

Als Cabochon geschliffen ist Tigerauge ein äußerst
beliebter Schmuckstein.
Größere geschliffene Stücke mit welliger Fasereinlagerung
zeigen einen eigentümlichen Schillereffekt heller
und dunkler Faserpartien, je nachdem wie das
Kristallaggregat bewegt wird.

 







   




 





Tigerauge
als geschliffene und polierte Kugel in einer
geschliffenen und polierten Schale.

*** Kugel 40 mm Durchmesser.

*** Schale 113 x 88 mm, 28 mm hoch.
innere Mulde 80 x 66 mm, 17 mm tief;

*** sehr schöner wogender Lichtschein wird erzeugt,
wenn sich die Kugel in der Schale bewegt

*** Farbe: goldgelb und bräunlich.



   


  Tigerauge.

*** getrommeltes Bruchstück.

*** Größe: 15 x 15 x12 mm.

*** sehr schöner wogender Lichtschein.

*** Farbe: kaffeebraun.

*** feine Schichtung.



*** getrommeltes Bruchstück.

*** Größe: 25 x 11 x 7 mm.

*** sehr schöner wogender Lichtschein.

*** Farbe: kaffeebraun.

*** grobe Schichtung.

   



 




Tigerauge.

*** getrommeltes Bruchstück.

*** Größe: 20 x 11 x 5 mm.

*** sehr schöner wogender Lichtschein.

*** Farbe: goldgelb.



*** Bruchstück.

*** Größe: 19 x 12 x 5 mm.

*** zwei große Flächen plan geschliffen und poliert

*** sehr schöner wogender Lichtschein.

*** Farbe: wechselnd schwarz, gelbbraun, goldgelb.

*** grobe Schichtung.



 

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Allgemeines zu Tigereisen (Itabrit).


Ein neuer Sammlerstein mit einem etwas unglücklichen Namen.

Eigentlich ein silikatisches, gebändertes Eisenerz:
Ein chemisches (marines) Sediment der
"BANDED-IRON-FORMATION", BIF der Transvaal Supergroup

schwach metamorph beansprucht, verfaltet, silifiziert.

So entstanden dem Tigerauge ähnliche Bildungen.

Sedimentationsalter: 2,3 bis 2,25 Ga.

Metamorphose: 1,85 Ga

Mineralbestand:
Magnetit Fe3O4
Quarz SiO2
Amphibol als faseriger Riebeckit =Krokydolith
Na2Fe" Fe' ' ' [(OH) / Si4O11]2
als oxidierte Reste in Hohlräumen.

   

 

 

 

 

 






Tigereisen oder Itabirite.

*** Hornblende, eingebettet in Roteisenstein
auf tektonisch gefalteten Adern, wurde
teilweise durch Kieselsäure ersetzt.
Es entstanden so dem Tigerauge ähnliche Bildungen

*** geschliffene und polierte Kugel von
42 mm Durchmesser.

   

 

 

 

 









  Tigereisen oder Itabirite.

*** Hornblende, eingebettet in Roteisenstein
auf tektonisch gefalteten Adern, wurde teilweise
durch Kieselsäure ersetzt.
Es entstanden so dem Tigerauge ähnliche Bildungen

*** Rohstein 65 x 65 mm, 20 mm hoch.

Magnetit,
Quarz,
oxidierter Amphibol in Hohlräumen.


 
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Das Chatoyieren (von frz. le chat - die Katze und frz. l'oeil - das Auge)
oder der Katzenaugeneffekt wird als optischer Effekt hervorgerufen
durch Hohlkanäle, nadelförmige Einschlüsse oder faserige Textur.

Er entsteht durch Streuung des Lichtes an parallel zueinander
eingelagerten nadeligen / faserigen Einschlüssen.
Er wird speziell beim Chrysoberyll (noch seltener beim Alexandrit) sehr geschätzt.
Aber auch Turmaline, Berylle (inkl. Smaragde), Quarze, Tigeraugen,
Skapolithe, Kornerupine u. a. zeigen dieses Phänomen, deshalb sollte
die Benennung "Katzenauge" immer nur mit dem Mineral zusammen
verwendet werden.
Beide Effekte kommen besonders zur Geltung, wenn die geeigneten Steine als
Cabochons oder Kugeln geschliffen und in der Sonne oder mit einer punktförmigen Lichtquelle betrachtet werden.

 







Allgemeines zum Katzenauge.

Das Quarz-Katzenauge ist noch wenig beschrieben;
selbst der Quarz-Experte RYKART sagt 1995 dazu nur:

"Derbkörniger Quarz, durch Einschlüsse von parallelfaseriger
oder stengeliger Hornblende graugrün und trübe".


Neben dem Mineral Hornblende
(Ca,Na,K)2-3(Mg,Fe´´,Fe´´´,Al)5[ (OH,F)2 (Si,Al)2 Si6O22]
aus der Amphibolgruppe sind heute weitere den
Katzenaugeneffekt erzielende Mineralien-Einschlüsse
bekannt, zum Beispiel:
*** opalisierter faseriger Chrysotil
= (Faserserpentin) Mg6[(OH)8|Si4O10] ,


*** Hämatit -Lineale oder -Sternchen Fe2O3 .

   






 






Quarz-Katzenauge
als Pseudomorphose von Quarz-Opal
nach Chrysolith und Serpentinit

*** Größe: 55 x 30 x 25 mm.

*** Ein ehemaliger Metabasit wurde nach Mineralien
der Serpentingruppe:

… Chrysotil-Pallisaden Mg6[(OH)8|Si4O10]

… dichtem Serpentinit (Antigorit und Lizardit, Magnetit)

völlig in röntgenamorphe Opal-Substanz umgewandelt,
wobei alle Strukturen erhalten blieben.

*** Die senkrecht der Fasern aufleuchtenden Lichtreflexe
zeigen schon bei der ungeschliffenen Mineralstufe gut
den "Katzenaugeneffekt".

*** Farbe: dunklere graugrüne Töne des Serpentinit
wechseln mit weiß wogenden Chrysotil- Lagen.
Stellenweise schwarze Magnetit-Einsprenglinge.


 

   




  Quarz-Katzenauge.

als Verdrängungs-Pseudomorphose von Quarz nach
stengeliger Hornblende = Kettensilikat der Amphibolgruppe
(Ca,Na,K)2-3(Mg,Fe´´,Fe´´´,Al )5 ( OH,F )2 ( Si,Al)2 Si6O22

*** Größe : Bruchstück 28 x 19 x 10 mm.

*** grobstengelige Struktur der Hornblende ist teilweise
weggelöst, teilweise unter Erhaltung der Stengelstruktur
und dem typischen Seidenglanz, durch weißen
Quarz ersetzt.

*** Farbe: hellgraugrün mit Seidenglanz.

   













  Quarz-Katzenauge.

*** als Cabochon geschliffen

*** Größe: 11 x 9 mm, 5 mm hoch.

*** Chatoyieren (Katzenaugeneffekt) wird hier erzeugt
durch Einschlüsse von Hämatit-Linealen (rötlich)
oder -Sternchen (dunkel) Fe2O3 Mineral der Oxyd-Gruppe.

*** Farbe: anthrazitfarbener bis rötlicher Körper
mit weißlich bis rötlichem Lichtstreifen.

   




 
Quarz-Katzenauge

*** als Cabochon geschliffen.

*** Größe: 7 x 6 mm, 4 mm hoch.

*** Chatoyieren (Katzenaugeneffekt) wird hier
erzeugt durch Einschlüsse von
parallelfaseriger oder stengeliger Hornblende
= Kettensilikat der Amphibolgruppe
(Ca,Na,K)2-3(Mg,Fe´´,Fe´´´,Al )5 ( OH,F )2 ( Si,Al)2 Si6O22

*** Farbe: blaugrüner Körper mit weißem Lichtstreifen.





 
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Allgemeines zum Milchquarz.


Wenn man Quarze unter dem Mikroskop betrachtet ist
man überrascht, wie viele Kristalle Flüssigkeiten oder
Gase eingeschlossen haben.

Die "weiße Farbe" erhält der Milchquarzes oft durch
zahllose winzige Blasen, die in einem Kubikzentimeter
des Kristalles in Mengen bis zu 1 Milliarde enthalten sein
können, wobei sie Durchmesser bis höchstens einem
tausendstel Millimeter aufweisen.
Die Einschlüsse haben mit 0,1 % vom Kristallgewicht ein
geringes Gewicht.

Die milchige Trübung des Quarzes kann aber auch viele
andere Ursachen haben:
Neben den kleinsten Flüssigkeitseinschlüssen, können
auch feinstverteilte Fremdmineralien oder feinste Risse,
die bei dynamischen tektonischen Einwirkungen entstanden
sind, Trübungen verursachen
(wie glasklares Eis beim Schlag mit einem Hammer an
der beschädigten Stelle milchweiß wird).


In hydrothermalen Lagerstätten ist die milchweiße Farbe
der grob- oder feinkristallinen Quarzmassen weit verbreitet,
bei alpinen Quarzen ist sie seltener.



 

 

     
 

Milchquarz als Kristallrasen.


*** Kluftausfüllung im Granit.

*** Stufengröße: 180 x 120 mm, 30 mm Höhe

*** kurzprismatische Kristalle in Größen bis 10mm
zeigen trigonalen Habitus.

*** Die Kristalle sind von der Wurzel her milchig
eingetrübt, erst in den Kristallspitzen wird der Quarz
wasserklar.

***Durch die Abgrenzung von zwei Wachstumsphasen
entstand Phantonquarz.

***Einige Kristalle irisieren an dieser Grenzfläche.

*** Einige Kristalle zeigen einen Anflug von Manganerzen;
diese Erze sind auch an den Kluftansatzflächen zu
identifizieren.

   




  Milchquarz.

Sehr schönes Belegstück für die seltene
makroskopisch erkennbare Lamellierung
beim Bambauer-Quarz.

*** milchiger Einzelkristall aus dem Gangerz-
nebengestein.

*** Auf der stark verzerrten Kopffläche des Kristalls
sitzt eine Spur bunt schillernder Bornit
Buntkupferkies CuFeS2 auf.

*** Größe : 45 mm in der c-Achse,
40 und 27 mm in de horizontalen Achsen.

*** Feinste Lamellen in zonar unterschiedlich Grautönen
zeigen optisch reizvoll die Quarzformvarianten
Kappenquarz und Festungsquarz.




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Allgemeines zum gemeinen Quarz.

Beim Kapitel "Bergkristall" sind schon die Schwierigkeiten
bei der Findung der richtigen Nomenklatur für einige
Quarzvarianten beschrieben.

Es scheint wirklich gemein, wenn Quarzkristalle -
die an Schönheit des Habitus und Vielfalt der Tracht
sowie mit vielen weiteren Merkmalen den so
genannten Bergkristallen nicht nachstehen -
in der Literatur als "Gemeiner Quarz"
oder "grobkristalliner Quarz" klassifiziert werden,
nur weil ihnen das Merkmal "wasserklar" fehlt.

Viele Beispiele dafür finden sich in den vorhergehenden
Beschreibungen verschiedener Quarzstufen.

   



















 







Vier typische Quarz-Kristallaggregate aus Klüften
im Granit des Harzer-Brockenmassivs in unterschiedlichen
Kristallgrößen und Eintrübungen als gemeiner Quarz.


Alle Kristallaggregate

***zeigen kurzprismatischen Quarzkristallwuchs.

*** Schwarzer Hämatitbelag bedeckt Teile der Kristalle,
durchsichtige Kristallflächen zeigen wolkige Einschlüsse
von rotem Hämatit als schönes Phantombild des
früheren Wachstums.

*** In den Kristallen wechseln klare, durchscheinende
und total eingetrübte Zonen.
Durch zusätzliche lagenartige Ablagerungen von
bräunlichem Hämatit ergeben sich reizvolle
Phantombilder.


*** An den Kristallwurzeln ist eine Lamellenstruktur
erkennbar, sie verursacht Festungsquarz-Bilder.






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