noch
Quarzzauber.
Exkurs zu
authigenen Quarzen.


Zu den Bildern der Varietäten können Sie durch Anklicken der Position in folgender Auflistung verzweigen.

Allgemeines
Herkimer Diamanten
Pseudodiamanten
orientierte Verwachsung
nichtorientierte Verwachsung
Schwimmerkristalle im Quarzgeröll
Schwimmerkristall auf Calcit
Quarzkristalle in Steinkohle
Quarzkristalle in Hornfels
Quarzkristall im Bleiglanz
Quarzkristalle in lateralsekretionärer Kluft
Suttroper Quarzkristalle
schwarzer Bitumen Quarzkristall
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Exkurs zu s
tark glänzenden Kriställchen aus Hohlräumen
von Sedimentgesteinen.

Hydrothermal entstandene wasserklare, doppelendige Kriställchen
oder Zepterquarzbildunqen, findet man in Hohlräumen metamorpher Sedimentgesteine, auf Schwundrissen von Septarien oder auf
tektonischen Rissen in Sedimentgesteinen.

Diese stark glänzenden und gut begrenzten Kriställchen, die ihrer
Kleinheit wegen an facettierte Edelsteine erinnern, werden im
Volksmund etwa als "diamantglänzend" bezeichnet, was aber nicht zutrifft.
Dennoch wurden diese Kriställchen als Marmaroser-Diamanten,
Schaumburger-Diamanten, Herkimer-Diamanten, Mirabeau-Diamanten,
Oviedo-Diamanten, Oehrti-Diamanten usw. bezeichnet.

Derartige "Pseudodiamanten" sind oft extrem kurzprismatisch, mannigfach
verzwillingt und flächenarm.
Die Kristalle sind oft doppelendig, da auf den Gesteinsrissen präexistente
Quarzkörner, die als Keime fungieren konnten, fehlten.
Die Bildungstemperaturen liegen tief, normalerweise unter 200° C.

Man kennt auch aufgewachsene Zepterquarze mit verjüngtem Durchmesser
des Kristalls zweiter Generation.
An manchen Fundstellen kommen orientierte Verwachsungen zweier
oder mehrerer Kristalle vor. Offenbar wurden hier erstgebildete Kristalle
durch Adsorption von Fremdstoffen, wahrscheinlich Kohlenwasserstoffen,
in ihrem weiteren Wachstum behindert, wobei von Kanten mit verbliebener
freier Oberflächenenergie aus jüngere Kristalle wachsen konnten.







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Hydrothermale und hydrische Quarzbildungen
im sedimentären Bereich.


Kleine doppelendige Quarz-Kristalle unterschiedlicher Färbung, die man vollständig eingewachsen in Sedimentgesteinen oder herausgewittert in deren Zersetzungsprodukten vorfindet bezeichnet man etwas unglücklich als"authigene Quarze", was eigentlich nur bedeutet, daß sie am Fundort selbst entstanden sind.

Dabei handelt es sich um Quarz-Kristalle, die nicht in magmatischen oder metamorphen, sondern während einer sedimentären Gesteinsbildung entstanden sind und so eine genetische Besonderheit darstellen.

Diese Quarze sind während der Diagenese (Verfestigung von
Sedimenten ohne Metamorphose nur durch Entwässerung und Umkristallisationen).
in salinar (salzhaltig) beeinflußten Sedimenten (z.B. Anhydrit, Gips, Kalksteinen und Mergeln) entstandene, idiomorphe (von eigenen Kristallflächen begrenzte) doppelendige Quarzkristalle, deren Größen von einem Millimeterbruchteil bis etwa 1 ½ cm, ausnahmsweise bis 5 cm, aufweisen können.
Die Größe der Kristalle ist fundortspezifisch.


Die langprismatisch oder kurzprismatisch ausgebildeten
Kristalle haben einen pseudohexagonalen Habitus,
das heißt, infolge Verzwillingung haben alle sechs Hauptrhomboederflächen gleiche Größen. Viele dieser flächenarmen Kristalle haben verzerrte Formen, die auf Wachstumsbehinderungen zurückzuführen sind.

Seltener findet man zu Aggregaten verwachsene Bildungen
oder radialstrahlige, kugelige Aggregate, die von einem polykristallinen Chalcedonkeim aus wuchsen.
Die salinaren Lösungen wirkten offenbar als "Kristallisisatoren" .

Das Wachstum der Kristalle erfolgte gegen den Widerstand
ihrer Umgebung, es scheint, sie wären "schwebend" im
Sediment entstanden.

Entstehung dieser Quarze.
Marine Sedimentablagerungen enthalten primär größere
Mengen zirkulierender Wässer.
Bei weiterer Überlagerung verfestigten sich die Sedimente allmählich zu Sedimentgesteinen. Dabei ermöglichten die in
den Sedimenten enthaltenen salinaren Porenlösungen Umkristallisationsvorgänge, die bei tiefen Temperaturen
und niedrigen Drucken erfolgten.

Gefügebestandteile der Sedimente gingen dabei in Lösung
und kristallisierten an Keimpunkten wieder aus.
Man bezeichnet solche diagenetische Zersetzungen als Halmyrolyse (submarine Verwitterung, d. h. die am Meeresgrund
unter dem Einfluß des Meerwassers vor sich gehende Gesteinszersetzung).
Die Löslichkeit eines Minerals steigt dabei proportional dem Quadrat des Druckes (Rieckesches Prinzip).

Die diagenetisch gebildeten Quarzkristalle wuchsen bei nur
geringer Sedimentüberdeckung bei Normaltemperaturen.
Bei fortschreitender Überdeckung und Verdichtung der immer noch viel Porenwasser enthaltenden Ablagerungen konnten
die Temperaturen bis gegen 200° ansteigen.

Die Quarzsubstanz zur Bildung solcher Kristalle entstammt
teils, kieselsäurehaltigen (opalhaltigen) Skeletteilen toter niedriger Organismen so Kieselschwamm-Spicules,
Radiolarien, Foraminiferen, Diatomeen u.a., deren Skelette
aus organogenem Opal bestanden haben, teils wurde auch Kieselsäure bei der Verwitterung von Silikatmineralien freigesetzt.


Für die Bildung auch nur kleiner Kristalle war eine
entsprechend lange Wachstumsdauer (geologische Zeiten)
nötig.
Die Farben authigener Quarze können sehr unterschiedlich
sein, manche Kristalle zeigen braune bis tiefschwarze Färbung infolge Bitumeneinschlüssen , Quarze mit Anhydriteinschluß sind weiß, andere Einschlüsse verursachen graue, rötliche, braune oder gelbliche Farbtöne. Manche zeigen die charakteristische Rotfärbung der " Eisenkiesel" hervorgerufen durch feinstverteilten Hämatit.

Seltener werden in Sedimentgesteinen eingewachsene farblose authigene Quarze gefunden,
Stark glänzende ("diamantglänzend' ) wasserklare Quarze
bilden eine seltenere Variante als hydrothermale Bildung aus Hohlräumen in Sedimenten - sie werden im nebenstehenden Exkurs näher beschrieben.








 
 
Quarz als "Herkimer Diamant" im Muttergestein.

*** Größe des Handstückes: 100 x 100 x 55 mm.

*** Das stark silifizierte Muttergestein
Carbonat Dolomit (Bitterspat) CaMg[CO3]2 ist

… durch Bitumen dunkel gefärbt,

… von Blasen durchsetzt die mit bituminösen
schwarzen Quarzkriställchen ausgekleidet sind.

*** In einigen Blasenräumen sind wasserklare
Doppelender-Quarzkristalle als "Schwimmer" ausgebildet;
die Kristalle messen in der c-Achse 0,5 bis 15 mm.

*** Sehr schönes Belegstück zur authigenen Genese
von Quarz.






 






Quarz als "Herkimer Diamant".

*** als Einzelkristall in Hohlräumen von Dolomit und
Kalksandstein auskristallisiert.

*** 12 mm hoch, 8 mm dick.

*** glasklar, farblos, doppelendig, kurzprismatisch.

*** zeigt charakterische Einschlüsse von Bitumen.

*** Ein "Klassiker" in jeder Sammlung.


In der Literatur beschrieben:







 



 




facettierter so genannter "Herkimer Diamant".

*** in aparter 925.Silberfassung.

*** Größe: 6 mm Durchmesser, 4 mm hoch.

*** Schliffart: Sternschliff (Diamantschliff), Schlifform: rund.

*** glasklar, farblos, makroskopisch kein

 

 

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  Quarzkristalle aus hydrothermaler Quarzbildung in salinar beeinflussten Sedimenten ("Pseudodiamanten").


*** wasserklare Kristalle mit lebhaftem Diamantglanz.

*** flächenarme gut ausgebildete Kristalle mit pseudohexagonalem Aussehen durch Verzwillingung.

*** Größe 13 bis 20 mm in der C-Achse.

*** 2 Kristalle habe nichtorientierte Aufwachsungen.

*** 3 Kristalle weisen bituminöse Einschlüsse auf.

*** 1 lang prismatischer, doppelendiger Kristall weist einen makroskopisch sichtbaren Bitumeneinschluß auf, unter der 7fachen Lupe sind 2 so genannte " Libellen"
zu erkennen, das sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume in
denen ein Bitumentröpfen beweglich schwimmt.

*** einem Zepterquarz haftet Mergel an, wahrscheinlich
ist dieser Mergel das "Matrix- Sediment".
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authigenes Quarzkristallaggregat
als orientierte Verwachsung

*** wasserklare Kristalle mit lebhaftem Diamantglanz.

*** flächenarme gut ausgebildete Doppelender-Kristalle mit
pseudohexagonalem Aussehen durch Verzwillingung.

*** längste c-Achse 57 mm,
größte Breite 45 mm,
größter Kristall mißt horizontal 30 mm.

*** eine Seite zeigt beginnende nichtorientierte
Aufwachsungen.

*** der Händler war angeblich Zeuge der bergmännischen Gewinnung der Stufen aus Stollen in einer Kalkschicht im
oberen Bereich einer 300m hohen Schluchtwand in China.
Die Bergkristalle wurden nach abenteuerlichen Abtransport
der Kalkbrocken aus diesen durch Salzsäure herausgelöst.

*** die Verwachsung mehrerer Generationen ist offenbar
dadurch zustande gekommen, daß hier erstgebildete
Kristalle durch Adsorption von Fremdstoffen, wahrscheinlich Kohlenwasserstoffen, in ihren weiteren Wachstum behindert wurden, wobei von Kanten mit verbliebener freier
Oberflächenenergie aus jüngere Kristalle wachsen konnten.

*** die Kristalle enthalten feste und flüssige Einschlüsse,
die mit bloßem Auge, besser, aber unter dem Mikroskop
mit 30facher Vergrößerung zu erkennen sind.
Als feste primäre (syngenetische) Einschlüsse sind Anhydrite
in wolkiger und kristalliner Form in weißer und bräunlicher
Farbe zu sehen.

An flüssigen primären Einschlüssen sind mehrere
flüssigkeitsgefüllte Hohlräume zu beobachten, einer
davon mit zwei Gasbläschen (grüne Markierungspunkte
auf den Kristallflächen).

Die sekundären Einschlüsse auf Rissen, die von der heutigen Kristalloberfläche ausgehen zeigen bei 30facher Vergrößerung
auf ihren Lufthäutchen sehr lebhaftes "Irisieren" (Regenbogenfarben).

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authigenes Quarzkristallaggregat als Verwachsung.

*** wasserklare Kristalle mit lebhaftem Diamantglanz

*** zwei flächenarme gut ausgebildete Doppelender-Kristalle (Schwimmer) sind miteinander verwachsen.

***beide Kristalle haben pseudohexagonalem Aussehen
durch Verzwillingung

*** größerer Kristall mißt:
28 mm in der c-Achse,
10 x 10 mm horizontal.

kleinerer Kristall mißt:
23 mm in der c-Achse,
8 x 8 mm horizontal.

*** An der Verwachsungsstelle sind unter der Lupe feste Einschlüsse erkennbar.

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  Quarzkristall-Schwimmer im Quarzgeröll.

*** Ein Handstück von 51 x 44 x 37 mm Größe ist
aus einem nur lose verkitteten Geröll aus kleinen milchigen
Quarzkörnern und gut ausgebildeten klaren Quarzkristallen zusammensetzt.

Während die Körner nur eine Größe bis 4 mm erreichen,
sind die als "Schwimmer" gut ausgebildeten Kristalle in
der
c-Achse bis zu 25 mm lang.

*** Quarze sind auf dieser Bleilagerstätte primär auskristallisiert. Offensichtlich sind die Quarzgenerationen
als Konglomerat später zusammengetragen und "verkittet" worden.

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  authigener Quarzkristall

*** Größe des Handstückes: 63 x 35 mm, 20 mm hoch.

*** Auf einer Kluftfäche längs der Schieferung im kohligen Plattenkalk ist kristalliner Calcit ausgeschieden.
Mitten auf diesem Rasen ist ein Bergkristall als "Schwimmer" kristallisiert.
Der Kristall ist in der
c-Achse 6,5 mm groß,
pseudohexagonal mit niedrigen unterschiedlichen
m-Flächen ausgebildet, wasserklar mit Diamantglanz.

*** Weitere Quarzkristalle sind nur unter der Lupe an den
Rändern der Fläche zu sehen, darunter ein winziger "Japanerzwilling"; Pfeile weisen auf die Stellen.

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Quarzkristalle als Kluftausfüllung im Steinkohlenflöz

*** Größe des Handstückes: 5 x 4,5 cm , 1,4 cm Höhe.

*** sehr kleine gleichmäßige Kristalle bis 2 mm Größe

*** Farbe: wasserklar,
obere Hälfte der Quarze diamantengelbfarbig.

*** Die bipyramidal ausgebildeten Kristalle zeigen
pseudohexagonales Aussehen und werden
"Schaumburger Diamanten" genannt.

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Quarzkristalle
mit Sideritkristallen
( Spateisenstein = FeCO3 )
als Kluftfüllungen in tektonischer Bruchzone.

*** auf Grauwacke-Hornfels verwachsen.

*** Größe des Handstückes: 8 x 7 x 6 cm.

*** Sehr kleine, gleichmäßige Quarzkristalle bis 2mm Größe

***als bipyramidale Kristallausbildung; teilweise wasserklar
teilweise bräunlich gefärbt.

*** Sideritkristalle als einfache Rhomboeder sattelförmig
gekrümmt, in Größen bis 4 mm.

*** Die Grauwacke ist durch vulkanische
Kontaktmetamorphose in Hornfels umgewandelt.














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  Quarzkristall im komplexen Bleiglanz (PbS) eingewachsen

*** doppelendiger, durchsichtiger Kristall mit schlierigen
Bleieinschlüssen.

*** Größe: 24 mm lang in der c-Achse,
8 mm in den horizontalen Achsen.

*** Der grobkörnig und idiomorph auskristallisierte
Bleiglanz fand sich eingewachsen im Dolomit in einer lateralsekretionären Kluftausfüllung des"Alten Lager"
des Goslarer Rammelsberges. Er zeigt großflächige
Negativabdrücke von Calcit-Kristallen




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Quarzkristalle auf engstem Raum vergesellschaftet mit

*** Bleiglanz ( PbS )

*** Zinkblende ( ZnS )

*** Smithsonit ( ZnCO3 ) als
Verdrängungs- Pseudomorphose nach flachrhomboedrischen
Calcitkristallen.

*** auf grobkristallinem Dolomit (Rhomboeder) in einer
lateralsekretionären Kluftausfüllung des "Alten Lager"
Rammelsberg Goslar.


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igelige Quarzkristallstufe

*** wasserklare Quarzkristalle auf derben Erzen

***überwachsen von Kristallen aus
Pyrrhotin ( FeS ) (Magnetkies)
der teilweise umgewandelt ist in Pyrit oder Markasit.

*** Größe der Stufe: 60 x 60 x 50 mm.















 


 

 




Allgemeines zum Typ Suttroper Quarz.

Am Nordrand des rechtsrheinischen Schiefergebirges, in der Gegend Suttrop-Warstein im Sauerland, werden im Bereich von Karbonatgesteinen ungewöhnliche Quarzbildungen gefunden.
Unter der Bezeichnung "Suttroper Quarze" gelangten diese in viele Sammlungen.

Es sind dies Doppelender von l bis 5 cm Länge mit pseudohexagonalem Habitus. Akzessorische Flächen fehlen diesen undurchsichtig trübweißen bis gelblichen Kristallen immer.

Diese Quarze wurden von BEHR et al. (1979) und BEHR und HÖRN (1983) untersucht und beschrieben.

Suttroper Quarze wurden nach BEHR (1979) frühestens im oberen Mittel-Devon gebildet. Das Kristallwachstum begann bei ca. 100° C,
in manchen Fällen von einem präexistenten authigenen Quarzkristall aus,
was aber nicht typisch ist (SCHAEFFER, 1984). Durch Zufuhr hydrothermaler sulfatreicher Wässer wuchsen die Quarze während der variskischen Metamorphose, bei ansteigenden Temperaturen, die in der letzten Wachstumsphase etwa 300° C erreichten.

Die Kristalle zeigen einen Zonarbau parallel zu den homboederflächen, der
auf rhythmisch ändernde Wachstumsbedingungen hindeutet.
Die milchige Trübung der Kristalle ist auf Anhydriteinschlüsse zurückzuführen, die den sulfatreichen Salinarwässern entstammen.
Da die Löslichkeit von Anhydrit, im Gegensatz zu den meisten Mineralsubstanzen, mit steigender Temperatur abnimmt, begünstigte der Temperaturanstieg die Anhydritausscheidung, die in zonarer Anordnung erfolgte. Die Kristalle schlossen bis 3 Gew.% Anhydrit ein, der teils orientiert im Quarz liegt (KORITNIG, 1961). Später wurde
der Anhydrit zu einem großen Teil wieder ausgelaugt, so dass die Dichte dieser Quarze bei 2,3-2,5 liegt (reiner Quarz 2,65).

Neben geringen Anteilen an anderen Fremdmineralien schlossen die Suttroper Quarze sehr hohe Anteile an fluiden Einschlüssen ein, die
auf ein rasches Wachstum schließen lassen.
Die Kristalle sind zudem stets intensiv verzwillingt.

Bei der Gesteinsverwitterung wurden Suttroper Quarze infolge ihrer Verwitterungsbeständigkeit auf "sekundären Lagerstätten" angereichert.
Man findet sie daher in kretazischen glaukonitreichen Sandsteinen
und Mergeln, wie auch in pleistozänen und rezenten Mergeln (SCHAEFFER, 1984).

Suttroper Quarz mit Einschluß von Anhydrit.

*** Der scharfkantige Kristall mißt in der c-Achse 31 mm,
in den horizontalen Achsen 15 u 16 mm.

*** Er zeigt Negativabdrücke von ausgelaugten Anhydritkristallen.

*** Die Farbe ist undurchsichtig gelblichweiß.

*** Die Prismenflächen zeigen Damaszierung, d.h. das schräg einfallende Licht wird
unterschiedlich reflektiert, so daß sich die Umrisse der Zwillungsbildung erkennen lassen.







 

     











 

authigener Quarzkristall im derben Gips


aus dem Gipsabbau bei Hundelshausen am Meißner,Hessen.


*** Größe des Handstückes: 70 x 25 mm, 48 mm hoch.

*** Im derben Gips ist ein Quarzkristall als "Schwimmer" kristallisiert.

*** Der Kristall ist in der c-Achse 18 mm ,
in den horizontalen Achsen 8 mmgroß,
pseudohexagonal mit niedrigen unterschiedlichen (5 - 7 mm)
m-Flächen ausgebildet, durchscheinend mit Diamantglanz.


 












 
 



Nein, dies ist kein Rauchquarz als schwarzer Morion
mit der höchsten Konzentration an Farbzentren,
sondern ein:

authigener schwarzer Bitumen-Quarzkristall.

***Fundort ist eine Gipslagerstätte im Triassischen
Anhydrit-und Gipsvorkommen des
Secchia-Tales bei Monte Rosso,
Castelnovo, Provinz Emilia in Italien.


*** Stufe besteht aus Anhydrit, Gips, Marmor mit
einem kurzprismatischen schwarzen Quarzkristall.


*** Stufengrösse: 65 x 60 mm, Dicke max.30 mm.


*** Quarzkristallgrösse:
18 mm in der c-Achse,
12 mm in den a-Achsen,
8 mm in der Prismenhöhe.

***Schwarze Färbung des Quarzkristalles durch
eingelagertes organisches Bitumenmaterial,
das mit Asphalt zu vergleichen ist
(sogenannter Anthaxolit der noch nicht eindeutig
charakterisiert werden kann).


*** Im Fundstück ist grauer Anhydrit = CaSO4
zu erkennen, aus dem teilweise durch
Wasseraufnahme ein grobkristalliner
glitzender Gips CaSO4 . 2H2O entstanden ist.

Im Übergangsbereich ist "schwebend" der ideal
kristallisierte Doppelender als authigener
Quarzkristall gewachsen.


Auf der Stufenrückseite ist ein dichter
Kalkspat CaCO3 oder Dolomit (Ca,Mg)CO3
durch Kontaktmetamorphose zu Marmor
umgewandelt.

*** Die Kristallflächen zeigen Damaszierung, d.h.
das schräg einfallende Licht wird unterschiedlich
reflektiert,











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