Die Seifner.
Ein Seifner war ein bergmännischer Aufbereiter, der aus mit Zinnerz vermischten Ablagerungen das Zinn
herausgewaschen hat.
Agricola 1495 - 1555 beschreibt diesen Vorgang:

"Wenn die Örtlichkeit nicht genug Wasser führen sollte, so stellen die Seifner einen Graben
von 30 bis 36 Fuß Länge her. Seinen Boden bedecken sie mit Baumstämmen gleicher Länge,
die zusammengefügt und auf der oberen Seite ähnlich wie Bretter eben behauen sind.
Zu beiden Seiten des Grabens und an seinem Haupte verlegen sie 4 Bäume, einen auf den
anderen, die auf der einen Seite des Grabens auch alle glatt behauen sind. Da sie die
Bäume an den Seiten schräg legen
, ist der Graben am Haupte 4 Fuß, am unteren Ende
2 Fuß breit. Aus dem Gerinne fließt das Wasser zunächt auf Bündel aus Tannenzweigen
herab, so daß es senkrecht und fast in einem Strahle herabfallen und durch seine Schwere
die Erdstollen zerteilen kann"
 
 
 
 
 
 
 
 

 




zurueck noch oben

zurueck zur Bergmannssprache